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Alte Burg Osterode

Woher diese Burg ihren Namen hat ist nicht überliefert. Erstmals erwähnt wurde sie 1153 als „castrum et Hircesberg“. Die 40x60m messende Anlage liegt auf einem 240m ü. NN Bergsporn am Austritt des Sösetals. Heute ist dieser Bergsporn eingebettet in die Stadt Osterode und liegt unmittelbar nordöstlich von dessen Altstadt.

Alte Burg Osterode - Foto Wikipedia

Wie sein Name so liegen auch Bauherr und Baujahr im Dunkel der Geschichte. Angenommen wird, da die Burg im Liesgau liegt und Lehnsherren dieses Gaus die Grafen von Katlenburg waren, dass diese auch zuerst Lehnsträger der Alten Burg waren. Nach deren Erlöschen kam die Burg 1106 an Heinrich den Löwen und blieb seitdem in welfischem Besitz.

Ab 1402 wurde die Burg als Sitz von den Herzögen von Braunschweig-Grubenhagen genutzt und ab 1487 wurde sie Witwensitz für die Herzogin Elisabeth. Nachdem 1513 die Herzogin verstorben war, galt die Burg als verlassen und wurde ab 1551 dann auch in der Aufzählung der herzoglichen Burgen und Schlösser nicht mehr genannt.

Heute ist von der Alten Burg nur noch ein Rest des ehemaligen Bergfrieds erhalten. Doch auch diese Ruine beeindruckt noch. Immerhin war dieser Bergfried einmal 33m hoch, hatte sechs Geschosse und einen Durchmesser von 14 m. Seine Mauern waren bis 3,5 m stark. Die Reste des Bergfrieds, immer noch etwa 20m hoch, wurden aufwändig restauriert und befinden sich heute innerhalb eines Friedhofgeländes.

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Copyright des Fotos Wikipedia, der Zeichnugen und der Texte Bernd Sternal 2010

 
 
Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2

Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.