> Harz-Urlaub Startseite

> Ausflugsziele Startseite
  
   Rubriken:
> Action & Freizeit
> Baden im Harz
> Burgen & Schlösser
> Dome, Kirchen & Klöster
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Geschichte
> Harzer Persönlichkeiten
> Harzer Traditionen &
   Handwerk

> Höhlen & Bergwerke
> Kultur
> Motorradtouren
> Mühlen im Harz
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Reiten & Kutschfahrten
> Schlemmen
> Seen & Talsperren
> Tiere & Tiergärten
> Traumhochzeit im Harz
> Türme & Warten
> Wandern & Biken
> Wellness & Gesundheit
> Wissenswertes

 

> Geheimtipp-Forum
   
im Harz- Urlaub

   Hier finden Sie unsere
   Geheimtipp-Beiträge
   nach dem Eintrag sortiert
   und können jeden
   kommentieren.

> Anfrage an Gastgeber
   im Harz
  
Lassen Sie sich ein
   individuelles Angebot für
   Ihren Harzurlaub erstellen.

> Orte mit Gastgebern
   im Harz

> Last-Minute Angebote
   im Harz

> Harz-Karte

Das Schloss Blankenburg

Blankenburg gehörte im Früh- und Hochmittelalter zum Hartingau, der erst Reichslehen, dann Lehen das Bistums Halberstadt war. Auf einer vortretenden Bergkuppe, dem Blankenstein, wurde schon in früher Zeit eine Schutzburg errichtet. Ein exponierter Standort mit strategischer Bedeutung, der den Blick bis zu den Halberstadter Türmen gewährleistete. Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg auf dem Blankenstein stammt aus dem Jahr 1123. Zu dieser Zeit war Grafschaft und Schloss im Lehen des Geschlechts der Süpplingenburger. Sachsenherzog Lothar setzte Poppo, einen Neffen des Halberstadter Bischof Reinhard, als Gaugrafen auf die Blankenburg. Die Siedlung Blankenburg, die wohl älter als die Burg ist, lag angeschmiegt, in Kaskaden errichtet, am Burgberg. Der Sohn des Grafen Poppo von Blankenburg, Konrad, begründete 1167 das Geschlecht der Regensteiner.

Die Grafen von Blankenburg-Regenstein entwickelten sich zu einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter des Harzes. Und sie zählten nicht zu den Friedfertigsten. Es folgte gegen Ende des 12.Jahrhunderts eine Splittung des Geschlechts in die Linien der Blankenburger und der Regensteiner und die Burg wird zum Schloss umgebaut. In der Folge pflegten die Blankenburger Grafen recht gute Beziehungen zu den Halberstadter Domherren, Hermann von Blankenburg wurde sogar Halbestädter Bischof. Aus der Linie der Blankenburger Grafen stammte auch der Magdeburger Erzbischof Burchard II. der im Salzland Staßfurt/Schönebeck Initiator einer Salinenvereinigung war.

Ab Mitte des 15.Jahrhunderts mussten die letzten Regensteiner ihre inzwischen unbewohnbar gewordene Burg verlassen und zogen auf die Blankenburg. Die beiden Linien verschmolzen erneut. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde ein großzügiger Neubau errichtet. 1546 kam es auf dem Schloss zu einem verheerenden Brand mit großen Zerstörungen. 1599 starb das Geschlecht der Grafen von Blankenburg-Regenstein aus, der gesamte Lehnbesitz fällt an Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel.

1705 beginnen die Braunschweiger Herzöge das alte wiedererrichtete Renaissanceschloss in ein Barockschloss umzubauen. 1714 wurde die Grafschaft Blankenburg unter Ludwig Rudolf von Kaiser Joseph I. in den Stand eines Fürstentums erhoben. Das Fürstentum Blankenburg war mit seinen 357 Quadratkilometern eines der kleinsten reichsunmittelbaren Fürstentümer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der letzte Herzog auf dem Schloss war Ernst August von Braunschweig, der mit seiner Gattin Herzogin Victoria Luise Prinzessin von Preußen, bis zur Flucht und Enteignung 1945.

1917 wurde auf Schloss Blankenburg die einzige Tochter des Fürstenpaars, Friederike, geboren, die später Königin der Hellenen und Mutter der spanischen Königin Sophia wurde. Nach der Enteignung war das Schloss in DDR Volkseigentum überführt und begann stark zu verfallen. Nach der Widervereinigung wurden Rückübereignungsansprüche gestellt die abschließend abgelehnt sind. Nach wechselnden Besitzverhältnissen wurde das Schloss Blankenburg 2008 vom Verein „ Rettung Schloss Blankenburg e.V.“ erworben.

Das Schloss war in einem sehr desolaten Bauzustand und wird Stück für Stück saniert. Wenn auch viele Bereiche des Schlosses aus baulichen Gründen nicht zugänglich sind, so können doch die repräsentativsten Räume, wie der Graue Saal, das Theater, die Schlosskapelle, Kaiser- und Rittersaal sowie der Schlossinnenhof gezeigt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die angrenzenden Sehenswürdigkeit - Kleines Schloss mit Barockgarten, Teehaus, Berggarten und Museum, Stadtmauer, Fasanengarten sowie Schlosspark und Schlossteich zu besichtigen.

Weitere Informationen unter: www.schloss-blankenburg.de
oder www.blankenburg.de/pages/german/tour/schloss.html
oder www.rettung-schloss-blankenburg.de

zurück

Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2008

 
Werben auf Ausfugziele im Harz