Ausflugsziele Startseite

 
Rubriken:
> Action & Freizeit
> Baden im Harz
> Burgen & Schlösser
> Dome, Kirchen & Klöster
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Geschichte
> Harzer Persönlichkeiten
> Harzer Traditionen &
   Handwerk

> Höhlen & Bergwerke
> Kultur
> Motorradtouren
> Mühlen im Harz
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Reiten & Kutschfahrten
> Schlemmen
> Seen & Talsperren
> Tiere & Tiergärten
> Traumhochzeit im Harz
> Türme & Warten
> Wandern & Radeln
> Wellness & Gesundheit
> Wissenswertes

> Ab in den Urlaub >>>
Harz-Hotels online Buchen

> Suchmaschine

> Anfrage an Gastgeber
   im Harz
  
Lassen Sie sich ein
   individuelles Angebot für
   Ihren Harzurlaub erstellen.

> Harzorte mit Gastgebern
> Last-Minute Angebote
   im Harz

> Harz-Karte
> Geheimtipp-Forum
   
im Harz- Urlaub

 

 

Das Schloss Liebenburg

Zuerst war dieser Bergsporn der Salzgitterer Berge Standort der Liebenburg. Dieser Platz muss in Verbindung mit den nahen Salzvorkommen sowie einer altehrwürdigen Handelstasse schon in frühen Zeiten von Bedeutung gewesen sein.

Schloss Liebenburg bei Salzgitter am Harz

Diese Bedeutung erkannte als erster Otto IV. der um 1200 eine erste Burg errichtet haben soll, die aber bald wieder zerstört wurde. Otto IV. war der dritte Sohn des Welfen „Heinrich des Löwen“. Im ausgehenden 13.Jahrhundert kam es zu einer Teilung des Welfenhauses. Die Brüder Heinrich der Wunderliche, Albrecht der Fette und Wilhelm von Wolfenbüttel lagen im Dauerstreit. Heinrich fiel von seiner Harliburg wiederholt in die Gebiete von Goslar, Hildesheim und Halberstadt ein um Beutezüge zu machen. Das führte außerdem zu einem Zwist mit dem Bistum Halberstadt und Hildesheim. Es bildete sich eine Koalition aus Kirche, Adel und Städtebürgern die zusammen die Harliburg erstürmten, eroberten und zerstörten.

Diesen Zeitpunkt des Jahres 1292 nutze Bischof Siegfried II. von Hildesheim um eine neue Liebenburg zu erbauen, deren Name „Levenborch“ lautete. Diese Burg sollte Schutz vor den Herzögen von Braunschweig bieten und die Ostgrenze seines Bistums schützen. In den folgenden Jahrhunderten durchlebte die Liebenburg bewegte Zeiten, die geprägt waren von zahlreichen Besitzerwechseln und kriegerische Ereignisse. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges kam die Burg durch den Friedensvertrag wieder in die Hände des Bistums Hildesheim. Die Burg war stark in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil zerstört, was sich in den folgenden 100 Jahren noch verstärkte.

Fürstbischof Clemens August, ein bayrischer Prinz auf dem Bischofstuhl von Hildesheim, ließ darum von 1750 -1754 die Liebenburg komplett abreißen. Und er erbaute dann ab 1754 an gleicher Stelle das neue Barockschloss Liebenburg, das noch heute in ganzer Pracht steht. Das 1760 fertig gestellte Schloss entstand unter der Federführung von Baudirektor von Brabeck, Bauleiter von Linden und Maler Winck als ein klassisches Bauwerk des Rokoko in höchster Vollendung. Vollendet wurde das Schloss aber nicht wirklich. Denn der Siebenjährige Krieg und der daraus resultierende Geldmangel ließen die Visionen des Bauherrn nicht mehr Wirklichkeit werden. Nur des Westteil mit Schlosskapelle wurde fertig gestellt. Schlimmer noch, das Jagd- und Lustschloss konnte aus diesem Grund nicht mehr genutzt werden. Im 19.Jahrhundert hatte dann das regionale Amtsgericht seinen Sitz im Schloss. 1959 wurde das Amtsgericht nach Salzgitter verlegt.

Heute befindet sich das Schloss Liebenburg in Privatbesitz. Offizielle Besichtigungen sind daher nicht möglich. Terminvereinbarungen für Besichtigungen von Schloss und Kapelle können aber privat vereinbart werden.

zurück

Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2007

 
Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2

Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.