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Die Hermannshöhle

Eine Menschenmenge hatte sich in der Hasselfelder Straße in Rübeland gebildet. Es war der
28. Juni 1866 und es hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Der Wegaufseher Wilhelm Angerstein hatte eine Höhle entdeckt. Zur Baumannshöhle, die bereits eine Touristenattraktion darstellte und der Bielsteinhöhle hatte sich eine dritte Höhle gesellt (siehe auch mein Beitrag Baumannshöhle). Wieder hatte das Bergfeld am Hohen Kleef ein uraltes Geheimnis preisgegeben. Einem Zufall war diese Entdeckung zu verdanken, denn Angerstein hatte den Auftrag den Hang der Bergstraße von Geröll zu befreien, wobei er den Höhleneingang freilegte. Doch schon einen Tag später wurde die Höhle von der Forstverwaltung mit einer Tür verschlossen. Sie sollte erst wissenschaftlich untersucht und erforscht werden, bevor sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Das allerdings erlebte Entdecker Angerstein nicht mehr, der 1870 verstarb.

Erst 1868 lies der Geheime Kammerrat Hermann Grotrian erste Prospektierungen vornehmen. Ihm zu Ehren wurde dann von seinem Vornamen der Name der Höhle abgeleitet – „Hermannshöhle“. Erste Schlagzeilen machte die Höhle 1887, als ein hoher Raum mit mächtigen Tropfsteinen entdeckt wurde. Außerdem kam eine urzeitliche Grabkammer zu Tage, ein Bärenfriedhof, in dem die Knochen in einer Schichtdicke bis zu 8m lag. Eine unschätzbare Fundgrube für die Wissenschaft. Bei der weiteren Erforschung der Höhle wurde auch deren „Schatzkammer“ gefunden, die einmalige Kristallkammer.

Am 1. Mai 1890 wurde dann die Hermannshöhle für den Besucherverkehr feierlich eröffnet. Danach war die Hermannshöhle der neue Magnet für den Tourismus, die Bedeutung der Baumannshöhle trat zurück. Danach ruhte die weitere Forschungsarbeit bis 1924. Durch den engagierten Forscher Dr.-Ing. Stolberg und sein Forscherteam wurden weitere, außergewöhnliche Höhlenräume wie der berüchtigte Labyrinthgang „Ende der Welt“, die stattliche 500qm große Berggeisterhalle und die Olympiahalle entdeckt. 1938 gab die Höhle ihr vorerst letztes Geheimnis preis, die Fledermausschlucht. Durch Ihre Entdeckung konnte eine Verbindung zur Bärenhöhle geschaffen und somit ein Rundgang installiert werden. Aber erst 1946 konnte die gesamte Höhle für Besucher zugänglich gemacht werden.

Heute sind für die Besucher mehr als 1000 Meter der Höhle begehbar. Ihr Eingang liegt 385 m über dem Meeresspiegel und die Höhle selbst erstreckt sich über 6 Höhlenstockwerke. Diese Höhle ist einmalig, mysteriös und majestätisch zugleich, sie hinterlässt bleibenden Eindruck. Die geologischen Formationen, in einer kaum vorstellbaren Vielfalt, werden ergänzt von einem biologischen Novum. Nur in dieser deutschen Höhle leben Grottenolme. Im künstlich geschaffenen Olmensee, mitten in der Finsternis, wurden diese nur auf dem Balkan heimischen Höhlenbewohner in den Jahren 1932 und 1956 eingesetzt. Diese aalförmigen, urzeitlichen Schwanzlurche werden durchschnittlich 22 cm lang, stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten und haben, da sie sich in der Höhle nicht vermehren können, mittlerweile ein stattliches Alter erreicht (der Grottenolm kann bis zu 70, manche sogar bis 100 Jahre alt werden).


2015 Sensation in der Hermannshöhle - Grottenolm-Weibchen gefunden

Ein jahrzehntelanges Fehlurteil konnte revidiert werden, unter den Grottenolmen in der Hermanns-höhle gibt es auch fünf Weibchen. Bei der Zählung der Grottenolme 1985 hieß es nieder-schmetternd, dass alle Tiere männlichen Geschlechtes sein sollen und somit vom Aussterben bedroht sind, dies konnte nun revidiert werden.

Unter den insgesamt 9 Tieren konnten 5 Weibchen lokalisiert werden. Herausgefunden hatten diese Sensation der französische Grottenolmexperte Oliver Guillaume mit der Höhlenbiologin Dr. Anne Ipsen vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher sowie Dr. Wolf Rüdiger Große von der Martin-Luther-Universität Halle und Dr. Friedhart Knolle.

Nach der erneuten Zählung und Untersuchung steht fest, dass es sich um eine gemischte Gruppe handelt. Das Fehlurteil 1985 kam wahrscheinlich dadurch zustande, dass Olmweibchen nur alle 10 - 15 Jahre Eier tragen. Nun kann man nur hoffen, dass sich die richtigen Partner finden und es bald Nachwuchs im Olmensee in der Hermannshöhle gibt.

Weitere Informationen: www.showcaves.com/german/de/showcaves/Hermanns.html

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2008/2015

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