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Der Klinkerbrunnen im Südharz

In der Südharzer Karstlandschaft gibt es zahlreiche Höhlen. Eine davon, der Klinkerbrunnen, zählt zu den sogenannten Laugungshöhlen. Sie befindet sich im bekannten Gipskarstgebiet von Düna und liegt bei Beierfelde, einem Ortsteil der Stadt Osterode am Harz. Dieses Gebiet stellt das einzige, geschlossene, noch unbeeinflusste Gipskarstgebiet Europas dar.

Die Höhle hat ihren Namen vom hellen Klang der von der Decke in den Höhlensee fallenden Tropfen. Hat man den tunnelartigen, schräg abwärts führenden Eingang passiert, steht man vor einem glasklaren Gewässer von 10m Breite und 20m Länge, dass über 4m tief sein kann.

Dies trifft allerdings nur für die feuchten und kalten Jahreszeiten zu. Bei Trockenheit im Sommer kann der Höhlensee auch vollständig verschwunden sein. Die Verläufe des Grundwassers, aber auch einiger Fließgewässer, die im Karst spurlos verschwinden und an andere Stelle wieder auftauchen, sind bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.

Diese Südharzer Karstlandschaft birgt einige geologische Geheimnisse und Besonderheiten. So beeindrucken den Höhlenbesucher auch die strahlend weißen Gipswände des Klinkerbrunnens. Gips ist im Harz das verkarstungsfähigste Gestein, wenn man von den bereits ausgelaugten Zechsteinsalzen absieht.

Aber Vorsicht! Diese Höhle ist nicht gesichert. Teilweise ist der Eingang sehr schmierig und glitschig. Außerdem liegt sie im Landschaftsschutzgebiet. Für Natur- und Geologiefreunde ist sie aber ein echtes Juwel.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2010

 
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