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Höhenzug-, Burg- und Höhle Lichtenstein

Er ist einer von zahlreichen kleinen Höhenzügen im südwestlichen Harzvorland. Er liegt zwischen Förste und Dorste, bei Osterode, heißt Lichtenstein und ist 261 Meter hoch. Nichts Besonderes also!

Aber auf der kreisrunden Bergkuppe stand einst eine stolze Burg, benannt nach dem Höhenzug, die Burg Lichtenstein. Die Burganlage, mit einem Durchmesser von etwa 90 Meter, wurde urkundlich erstmals im Jahre 1404 erwähnt. Das Jahr der Erbauung ist nicht bekannt, bisher wurden auch noch keine archäologischen Untersuchungen vorgenommen. Von der kreisrunden Anlage, die dem frühen Typ der niedersächsischen Rundburg ähnelt, ist auch kein Bauherr überliefert. Zur Zeit ihrer ersten Nennung war sie im Besitz von Herzog Erich von Braunschweig-Grubenhagen.

Lichtenstein bei Osterode

Im Jahr 1439 wurde die Burg pfandweise an den Ritter Herwig von Ütze vergeben, der ein Raubnest daraus machte und mehrfach die Stadt und Region Goslar überfiel. Als Ergebnis startete Goslar einen Vergeltungskriegszug und eroberte die Burg, wobei diese abbrannte, kurze Zeit später aber wieder aufgebaut wurde. Im Jahr 1481 wurde die Burg an den Grubenhagenschen Ritter Ludolf von der Linde verpfändet.

Bereits im Jahr 1507 erfolgte eine weitere Verpfändung an Hans und Albrecht von Leuthorst. Eine letzte urkundliche Nennung der Burg erfolgte 1567, aus der zu schließen ist, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen und verfallen war. Nach 1626 soll Hans Warnecke aus Eisdorf, dem nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge die Familie getötet wurde, die Burgruine als Raubnest genutzt haben. Der Legende nach wurde er gefangen und in Osterode hingerichtet.
Heute ist von der einstigen Burg, deren Zweck sicherlich einmal die Sicherung der alten Harzstraße Goslar-Osterode war, nur noch ein 9 Meter langes und 4,5 Meter hohes Mauerstück aus hellem Gipsgestein erhalten.

Höhlenerlebniszentrum in Bad Grund Höhlenerlebniszentrum in Bad Grund

Aber der Lichtenstein birgt noch ein weiteres Geheimnis! Eine Sage berichtet von Menschen, die im Berg wohnen. Eines Tages ziehen sie ins Tal, um mit den dortigen Bewohnern ein rauschendes Fest zu feiern und verschwinden so plötzlich wie sie gekommen waren wieder im Berg. Im Jahr 1972 machten sich Harzer Heimatforscher auf, um nach einem Geheimgang unterhalb der Burgruine zu suchen. Sie entdeckten eine zirka 50 Meter lange, enge Naturhöhle, die später Lichtensteinhöhle genannt wurde. Ein Jahr später wurde der Höhleneingang verschlossen.

Im Jahr 1980 entdeckten Höhlenforscher der AG Karstkunde Harz e.V. am Ende der bekannten Höhle fünf weitere Höhlenkammern, die durch enge Gänge miteinander verbunden waren. In diesen Höhlenkammern wurden sensationelle Funde in Form von Tausenden von menschlichen und tierischen Knochen, Bronzegegenständen und Keramik gemacht. Sensationell deshalb, weil diese Fundstätten zum einen seit Jahrtausenden ungestört waren und zum anderen durch das Höhlenklima ausgesprochen gut konserviert waren. Erste Untersuchungen an der Universität Göttingen ergaben, dass Knochen von mindestens 40 Menschen im Alter von 4 bis 60 Jahren geborgen worden waren. Inzwischen sind die Knochen von 20 weiteren Menschen sowie Keramik, Schmuck, Pflanzenreste und Tierknochen im bisher unbekannten, bronzezeitlichen Höhlenzugang gefunden.

In den Folgejahren wurden die Menschenknochen sowie die Beifunde interdisziplinär untersucht. Erstes Ergebnis – es waren bronzezeitliche Menschen. Auch wurden die Knochen konserviert und einem DNA-Test unterzogen. Die ersten Ergebnisse dieser Forschungen, die bis heute nicht abgeschlossen sind, waren spektakulär. Es konnten 22 Menschen DNA-typisiert und daraus eine Großfamilie über drei Generationen abgeleitet werden. Das brachte die Forscher auf die außergewöhnliche Idee, regional nach Nachfahren dieser Bronzezeitfamilie zu suchen. Dazu wurde im Raum Osterode nach alteingesessener Bevölkerung gesucht, die bereit war, einen DNA-Test zu machen. Von etwa 300 Personen wurden dann DNA-Proben entnommen und mit den Ergebnissen der Bronzezeitmenschen verglichen.

Dann die wissenschaftliche Sensation: 2 Männer wurden als entfernte Verwandte ermittelt, abstammend über etwa 120 Generationen vom selben Mann, eindeutig wie ein Vaterschaftstest. Somit hat der Harz eine Novität in der Wissenschaftswelt, den ältesten nachgewiesenen Stammbaum der Welt. Umfangreiche Informationen dazu gibt es im neu gebauten Iberger Höhlenerlebniszentrum in Bad Grund. Dort sind auch Fundstücke sowie die Rekonstruktionen der Vorzeitmenschen zu bestaunen.

Weitere Informationen unter:
http://www.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/hoehlenerlebniszentrum-iberg.htm
sowie www.hoehlen-erlebnis-zentrum.de Bad Grund

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Copyright der Fotos Herr von Daak Bad Grund
Copyright der Texte Bernd Sternal 2009/2011

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 1
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)
Burgen und Schlösser der Harzregion

Gebundene Ausgabe: 196 Seiten, Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung:
In den einschlägigen Touristenführern und Bildbänden über den Harz, finden wir immer die selben Burgen und Schlösser, die als Wahrzeichen und Ausflugsattraktion vorgestellt werden. Aber der Harz hat sehr viel mehr, dieser faszinierenden, mittelalterlichen Altertümer, die in keinem Reiseführer vorkommen. Es sind die zahlreichen Ruinen der Harzer Burgen und Schlösser, von deren Aussehen wir kaum eine Vorstellung haben.
Das Autorenteam hat lange gearbeitet und nun liegt das Resultat als Buch vor. Es vermittelt ihnen in einzigartiger Weise, wie diese legendären, von Mystik umwehten Relikte einer längst vergangenen Zeit, einmal ausgesehen haben könnten. Mittels detaillierter Rekonstruktions- und Grundrisszeichnungen sowie historischer Zeichnungen und Stiche und umfassenden geschichtlichen Fakten, können sie sich ein Bild von der Harzregion im Mittelalter machen. Wir wünschen ihnen viel Freude dabei und möchten sie schon neugierig machen auf den II. Band der bald folgen wird.