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Kloster Gerode

Das Kloster Gerode gehört zur Gemeinde Sonnenstein im Eichsfeld in Thüringen, dessen Sitz in dem Ort Weißenborn-Lüderode ist.

Die Ursprünge des Klosters gehen auf das Jahr um 1100 zurück, als Stifter werden der Graf Widelo und dessen Sohn Rüdiger genannt. Das Kloster wurde von Beginn an von den beiden Grafen mit zahlreichen naheliegenden Gütern ausgestattet, so dass es schnell zu Wohlstand kam. Die beiden Grafen konnten aber bis zu ihrem Tod das Kloster nicht vollenden. Der Bau wurde dann von Richardis, der Witwe des Markgrafen Rudolf von Stade, und ihren Söhnen fortgeführt. Wie die Stader Grafen in diesen Besitz kamen ist ungeklärt. 

Meine Theorie dazu ist folgende: Die Billinger, auf die auch Quedlinburg zurückgeht, und die verwandtschaftlich mit den Luidolfingern verbunden waren, hatten schon im 9. Jahrhundert umfangreiche Besitzungen im Nordthüringischen. Aus den Billingern (Billungern) ging auch das Geschlecht der Grafen von Stade hervor. Somit war Richardis Gräfin von Sponheim-Lavanttal sicherlich über ihren verstorbenen Gatten Markgraf Rudolf von Stade zu dem Besitz des Klosters Gerode gekommen. Als Vollenderin des Klosters übergab sie dasselbe mit Bewilligung ihrer Kinder 1124 in Erfurt dem Erzbischof Adalbert von Mainz als Eigentum und behielt für sich selbst lediglich das Schutzrecht vor. Pabst Urban IV. nennt 1262 ein Kloster Gerode mit einer riesigen Scheune unter seinen Besitzungen. Das Kloster besaß einen eigenen Gerichtsbezirk mit Blutbann und Richtstätte auf dem hohen Iberg nordwestlich von Weißenborn.

Über das gesamte Spätmittelalter wurden das Benediktinerkloster und seine Besitzungen immer wieder durch Kriege, Fehden sowie durch die Pest in Mitleidenschaft gezogen. Dann folgte im Jahre 1525 der Bauernkrieg, in welchem das Kloster stark zerstört wurde. Auch der Dreißigjährige Krieg wütete dort ab dem Jahre 1622 verheerend und zerstörte es fast vollständig. Es folgt der Wiederaufbau. Ab Mitte des 18. Jahrhundert setzte ein starker Verfall, der wohl daraus resultierte, dass das Kloster nur noch wenige Mönche hatte. Unter dem Abt Erwin Otto begann 1795 der vierte und letzte Neubau des Klosters. Aus jener Zeit stammen auch das Konventgebäude und die Klosterkirche, die heute eine Ruine ist.

1803 wurde dann das Kloster im Zuge der Säkularisierung aufgehoben und in eine staatliche Domäne des Königreichs Preußen umgewandelt. Erster Generalpächter der preußischen Domäne mit dem Vorwerk Fuhrbach von insgesamt 931 ha wurde 1805 der Oberamtmann Konrad Heinrich Goldmann. Nach seinem Tod folgten ihm als Pächter:
• von 1837 bis 1868: Amtsrat Gustav Wilhelm Felber (Schwiegersohn des K. H. Goldmann)
• von 1868 bis 1871: Ökonom Julius Felber (Sohn des G. W. Felber)
• von 1871 bis 1898: Oberamtmann Max Jordan (2. Ehemann der Johanna Felber, geb. Gremse auf Teistungenburg)
• von 1898 bis 1927: Oberamtmann Ernst Lorenz
• von 1927 bis 1945: Konrad Lorenz (Sohn des E. Lorenz)

Während des Zweiten Weltkrieges mussten auch hier seit 1939 mehr als 20 Frauen und Männer aus Polen und der Ukraine im landwirtschaftlichen Betrieb Zwangsarbeit verrichten.
1946 wurde die Staatsdomäne aufgelöst und im Zuge der Bodenreform analog dem privaten Großgrundbesitz an Kleinbauern aufgeteilt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die nicht zerstörten Gebäude in der DDR zunächst als Kinderheim (1952–1956), als Jugendwerkhof (1959–1961), als Unterkunft der NVA (1962–1967) und schließlich als Schulungs- und Ferienzentrum des RFT Leipzig genutzt.

1994 wurde das ehemalige Kloster Gerode vom "Weg der Mitte - Gemeinnütziger Verein für ganzheitliche Gesundheit, Bildung und Soziales" übernommen. Der Name ist im ersten Augenblick nicht besonders vielsagend, konzentriert er doch die Idee und die Ziele der Mitglieder des Vereins auf ganze drei Wörter. Etwas ausschweifender erzählt wird vieles klarer. Das Kloster Gerode ist neben Berlin die zweite Niederlassung des "Weg der Mitte". Grundlage des Lebens und der Arbeit ist der Einklang mit der Natur, mit der eigenen und der umgebenden. Es besteht die Möglichkeit hier heilende Hilfe zu finden, Ruhe und Entspannung und zu lernen. Für die Heilung ist die Naturheilkundepraxis zuständig, in der mehrere Therapeuten in verschiedenen Spezialisierungen zur Verfügung stehen, z.B. Akupunktur, Yogatherapie und Bachblütentherapie.

Wer sich näher mit dem Konzept der ganzheitlichen Betrachtung von Körper und Geist befassen möchte, dem seien die Kurse empfohlen. Das Angebot reicht von der Ausbildung zum Heilpraktiker bis zur Azidose-Kur. Wer will kann aber auch nur ganz normal hier einige Tage verbringen und die Ruhe und Entspannung genießen. Zum ehemaligen Kloster gehört ein großer Garten mit Streuobstwiese und etwas jünger ein klassischer Kräutergarten.

Nähere Informationen sind unter www.wegdermitte.de zu finden.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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