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Das Kloster Sankt Gangolf Münchenlohra

Vermutlich um 1170 stifteten die Grafen von Lohra (Lare) dieses Kloster als ihr Hauskloster in unmittelbarer Nähe zu ihrer Stammburg. Das Nonnenkloster wurde dem heiligen Gangolf gewidmet und von Benediktinerinnen und später von Augustinerchorfrauen genutzt. Der historische Gangolf war ein adliger Heerführer und Jäger, Stifter eines Klosters und hat wohl unter König Pippin in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts gedient. Da dieser Märtyrer fränkischen Geschlechts war, ist den Klostergründern eine gewisse Nähe zu den Franken oder sogar eine diesbezüglich Abstammung zu unterstellen.

Geschichtliche Quellen zu dem Kloster Münchenlohra sind sehr rar, anscheinend ist der gänzliche Verlust der Urkunden zu beklagen. Die Bauform der romanischen Klosterkirche lässt ihren Zweck als Nonnenkloster recht eindeutig erkennen. Im Westen befindet sich, über dem einer Krypta ähnlichen Unterbau, die Nonnenempore, auf der die Schwestern ihre Gebetszeiten hielten. Urkundlich belegt ist nur, dass das Kloster einen Probst für die wirtschaftliche Leitung hatte, sowie Priester für die Seelsorge.

Wie so viele andere Klöster und freiweltlichen Stifte fiel auch diese Einrichtung den Wirren von Bauernkrieg und Reformation zum Opfer. 1525 vertrieben aufständische Bauern die Nonnen, die aber zurückkehrten, was das Ende des Klosters allerdings nur bis um 1546 hinausschob.

Wie das so ist, wenn ein Gebäude unbewohnt ist, verfiel es zunehmend. Von 1590 – 1701 gehörte das ehemalige Kloster der Familie von Gladebeck. In diesem Zeitraum wurden fast alle Gebäude bis auf die Klosterkirche abgerissen. Die ließ Bode von Gladebeck 1666 wieder instand setzen. Bei diesen Arbeiten wurde nicht alles wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, so wurden an Stelle von eingestürzten Gewölben Balkendecken eingezogen. Diese Maßnahmen bewarten die Kirche aber vor dem endgültigen Ruin.

Nachdem das Gladebecker Geschlecht ausgestorben war, wandelte man das ehemalige Kloster in ein Domänengut um und es wurde zur preußischen Staatsdomäne. In diesem bedauernswerten Geschichtskapitel des Klosters wurde 1732 auch einer der Kirchentürme abgebrochen, um mit den Werksteinen andere Gebäude zu errichten.

1845 reiste der preußische Generalkonservator Ferdinand von Quast nach Münchenlohra und regte an, die Kirche wieder so aufzubauen, wie sie vor dem Abriss bestand. Dies führte Carl Schäfer von 1882 bis 1885 durch. Der Wiederaufbau fand dabei unter dem Gesichtspunkt statt, sich möglichst eng an das historische Original zu halten. Von 1951 bis 1957 wurde die Kirche nochmals umfassend saniert; ein besonderes Problem stellten hierbei die Fundamentsetzungen auf dem verkarsteten Untergrund dar. Gelöst wurde dies erst 1994 durch das Anbringen von Stahlankern und eine Neufundamentierung der Kirche.

Die romanische Klosterkirche ist nach der Wiederherstellung ihres Ursprungszustandes eine dreischiffige Basilika auf Kreuzgrundriss mit einem doppeltürmigen Westwerk. Der Chor und die beiden Querhausarme schließen mit Apsiden (Bogen). Unter dem Chor befindet sich eine weiträumige Säulenkrypta.

In der Kirche befinden sich drei bemerkenswerte Gedenksteine. Der Taufstein in der Apsis des südlichen Querschiffes ist aus rötlichem Sandstein und stammt aus dem 15. Jahrhundert. In der Hauptapsis der Kirche befindet sich der gotische Marienaltar. Er entstand zwischen 1510 und 1515 und stammt ursprünglich aus der nicht mehr vorhandenen Kirche von Karritz in der Altmark und kam 1957 nach Münchenlohra. Vorher war er im Stendaler Dom aufgestellt. Die Orgel wurde 1853 gebaut und stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Gottlieb Knauf aus Bleicherode.

Heute ist das Kloster St. Gangolf in den Händen der Kirchengemeinde sowie eines Fördervereins. Zahlreiche Bau- und Rekonstruktionsmaßnahmen, besonders an den Klostergebäuden werden durchgeführt und sind geplant. Jede Art von finanzieller und materieller Unterstützung ist erwünscht, auch eine Beteiligung an den Klosterbautagen. Das Kloster liegt süd-westlich von Nordhausen bei Bleicherode, Großlohra und Münchenlohra.

Weitere Informationen: Burg Lohra,
Homepage der Klosters: http://muenchenlohra.de
Kloster Gangalf Münchenlohra in Wikipedia

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Copyright der Fotos Wikipedia,
der Stiche und der Texte Bernd Sternal 2012

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