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Varusschlacht doch am Harz?!

Seit vielen Jahren gibt es einen Kampf um den Ort der Varusschlacht, bekannt als "Schlacht im Teutoburger Wald".

Ausgefochten wird dieser Kampf zwischen der "Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH" sowie Herrn Dr.F.H.Rainer Friebe aus Halberstadt. Die " Varusschlacht im Osnabrücker Land ..." ist sich gewiss, das diese bedeutende Schlacht in Kalkriese ausgetragen wurde. Dr. Friebe dagegen behauptet, das selbige Schlacht bei Halberstadt im Harzvorland ausgefochten wurde. Einig war man sich bisher nur zum Jahr der Schlacht, dem Jahr 9 n. Chr. Wir berichten seit Jahren unter http://www.varusschlacht-am-harz.de darüber.

Der Kampf schien für Dr. Friebe schier aussichtslos trotz vieler ernstzunehmender Fakten, Argumente und Befunde. Ist er doch "nur" als Laie, als Heimatforsche angesehen worden. Dagegen standen in Kalkriese studierte Archäologen und Geschichtsforscher. Also für unsere Wissenschaftskultur David gegen Goliat, ein Kampf der nicht zu gewinnen sein kann.

Zumindest dann nicht, wenn die Gegner mit gleichen Waffen, also ehrlich in den Kampf ziehen. Wie aus einem Beitrag des Journalisten E.W. Pape im Westfalen-Blatt hervorgeht, war dieser Kampf nicht gleich und vor allem nicht wissenschaftlich fundiert. Angeblich wurden Funde einbehalten, unterschlagen oder wissentlich falsch zeitlich zugeordnet.

Und somit Subventionsbetrug in Millionenhöhe begangen. Wie die Westfalen-Zeitung weiter berichtet ermitteln Staatsanwaltschaft und LKA. Archäologie ist Ländersache. Kalkriese liegt in Niedersachsen und Halberstadt in Sachsen Anhalt. Und somit wird Archäologie auch zum Politikinstrument, was Wissenschaft eigentlich nicht werden sollte. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, das Politiker nicht nur populistisch aktiv sein können sondern auch sachdienlich. Denn jetzt wäre die Zeit gekommen Dr. Friebes Argumente und Funde wissenschaftlich zu überprüfen und zu bewerten. Und dies nicht um Kalkriese ihren Anspruch zu nehmen sondern um der Geschichtsforschung genüge zu tun.
Link zu Google-Map: http://maps.google.de/

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2007

 
 
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