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Harzer Roller – Kanarien Museum

Der Kanarienvogel – wissenschaftlich Kanariengirlitz genannt – ist ein Mitglied der Finkenfamilie und besiedelt die Kanarischen Inseln, Madeira und die Azoren schon seit Jahrtausenden.

Im Jahr 1496 eroberten die Spanier die Kanarischen Inseln und brachten den Kanarienvogel nach Europa. Der Gesang und die Munterkeit dieser Girlitze zogen die Europäer schnell in ihren Bann und Mönche – wohl aus dem andalusischen Kloster Cádiz - erkannten bald, dass diese possierlichen Vögel sich auch in Gefangenschaft züchten ließen. Man nannte die Vögel wegen ihres lieblichen Gesanges „Zuckervögelchen“ und diese wurden bald zum Symbol für Luxus und Wohlstand.

Um 1780 brachten italienische Fuhrleute den Kanarienvogel in die Alpenregion. In Imst/Tirol wurde deren Zucht zu einem bedeutenden Erwerbszweig. Aus den ursprünglich braunen Vögeln wurden durch die Zucht Vögel mit weißem und gelbem Gefieder.

Nachdem der Harzer Bergbau gegen Ende des 18. Jahrhunderts wieder zu neuer Blüte gekommen war, kamen auch Tiroler Bergleute in den Harz – sie brachten Kanarienvögel mit. Der Harzer Bergbau war einigen Schwankungen unterlegen. Für die Oberharzer wurde die Kanarienzucht schnell zu einem lukrativen Nebenerwerb. Man konzentrierte sich dabei schwerpunktmäßig auf die Verbesserung des Gesanges der Vögel. Die Harzer Kanarienvögel wurden „Harzer Roller“ genannt und erlangten schon nach relativ kurzer Zeit Weltruhm. Mitte des 19. Jahrhunderts war St. Andreasberg zum Zentrum der Harzer Kanarienzucht geworden. Im Jahr 1866 wurde in St. Petersburg eine Verkaufszentrale ausschließlich für die „Harzer Roller“ errichtet, die in Russland sehr beliebt waren. Im Jahr 1883 züchten in St. Andreasberg etwa 350 Familien Kanarienvögel – die kleinen Sänger hatten vorzugsweise ein gelbes Gefieder. Der Großhändler C. Reiche führte von 1882 bis 1883 nach New York 120 000 Kanarienhähne aus, nach Südamerika 10 500, nach Australien 5 600, nach Südafrika 3 000. Etwa 30 000 gingen ins europäische Ausland und 12 000 fanden Abnehmer in Deutschland.

Im Jahr 1885 gibt es in Deutschland etwa 200 Kanarienzüchtervereine. Fünf Jahre später wurden der Weltverband und der Verband Deutscher Kanarienzüchter gegründet. Zu dieser Zeit hatte die Harzer Kanarienzucht ihren Höhepunkt erreicht. Nach der Jahrhundertwende wurde die Nachfrage rückläufig und der 1. Weltkrieg brachte diesen einträglichen Harzer Wirtschaftszweig fast vollständig zum erlöschen.

Erst nach dem 2. Weltkrieg, im Jahr 1948, wurde der bis heute bestehende „Deutsche-Kanarienzüchter-Bund“ gegründet. Verschwunden ist der Harzer Roller aus St. Andreasberg nicht, seine Bedeutung als Wirtschaftsfaktor und ebenfalls als Beschützer der Bergleute hat er allerdings verloren. Ein touristischer Werbefaktor ist der Harzer Kanarienvogel aber allemal. Daher war die Gründung des „Harzer Roller - Kanarien Museums“ im Jahr 2001 ein Schritt mit Weitsicht, für die Tourismusstrategie des Oberharzes.

Im ersten und zweiten Stock des Schachtgebäudes der Grube Samson hat dieses einmalige Museum seine Ausstellungsräume. Gaipel wird dieses Gebäude auch genannt und es beherbergt inzwischen über 10 000 Exponate: Käfige, Nester, Tränken, Zuchtschränke, Volieren, Plakate, Urkunden usw.

Einzigartig, unvergleichlich – mit solchen Attributen bezeichnen Kanarienfreunde aus aller Welt dieses Museum, das stetig an Beliebtheit gewinnt. Dazu tragen wohl auch die Räumlichkeiten bei, die den Besucher auf eine Zeitreise mitnehmen, in die Zeit des 19. Jahrhunderts.
In dem Harzer-Roller-Museum werden auch Führungen angeboten.


Ehrung für Hüter der Kanarien "Harzer Roller"

Der Regionalverband Harz ehrt das Kanarienvogelmuseum in Sankt Andreasberg mit dem Naturparkpreis 2015, welcher mit 500 Euro dotiert ist.
2001 begründete Jochen Klähn aus Sankt Andreasberg das Harzer Roller Kanarienvogelmuseum im Gaipelhaus der Grube Samson. Er führt es heute als Pächter mit viel Enthusiasmus und auf eigene Rechnung weiter. Selbst lebende Tiere der Rasse Harzer Roller können im Museum bewundert werden. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!


Die Öffnungszeiten sowie die Eintrittspreise entnehmen Sie bitte der Homepage:
http://www.harzer-roller.de

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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