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Der BrockenDänisch - Dansk

In der Unterkreide, also vor 130-100 Millionen Jahren, bedeckte das Tethysmeer unser Gebiet, welches sich durch Uferreichtum auszeichnete. Es war ein flaches Meer, das viele Gebiete verlanden ließ. Auch entstanden riesige Brackwasserflächen mit dichter Bewaldung und urwüchsigen Pflanzendecken. Der Riesenkontinent Pangäa zerbrach endgültig. In dieser Zeit begann sich auch der Harz als Gebirge sowie die ihn umgebenden Höhenzüge herauszubilden. Die Geologen benennen Spannungsfelder der alpidischen Gebirgsbildung als Ursache für die Platten- und Schollenverschiebung im norddeutschen Raum, die zur Entstehung des Harzes führen.

Bei der sogenannten "Saxonischen Gebirgsbildung" schoben sich Erdschollen in horizontaler Richtung übereinander. Bei dieser Überschiebung sowie einer gleichzeitigen Nordbewegung erhielt die Pultscholle des Harzes Ihre Neigung in Nordwest-Südost Richtung. Abtragungsprozesse legten dann das widerstandsfähige Granitgestein frei und schufen so die heutigen Harzgipfel wie Ramberg und Brocken.

Da steht er nun seit Millionen von Jahren, der Brocken – höchster Berg des nordeuropäischen Festlands. Und seit Menschen gedenken ist dieser 1141 m hohe Berg ein Mysterium. Auch Blocksberg wird er im Volksmund genannt und ist von vielen Sagen umwoben. Kein Wunder, konnte er doch als Fixpunkt von unseren Vorfahren weit bis in die Vorharzer Tiefebenen hinein wahrgenommen werden. Erreichbar war er dagegen kaum. Zu urwaldmäßig und undurchdringlich waren die Harzer Wälder in frühen Zeiten. Außerdem war und ist der Brocken ein Ort extremer Wetter- und Klimabedingungen. Wer sollte den Brockengipfel also erreichen, außer er könnte fliegen? Daher wurde der Brocken ab dem frühen Mittelalter als Hexentreffpunkt, insbesondere zu Walpurgis, angesehen. Anzunehmen ist auch, dass der Brocken, ähnlich den anderen Harzgipfeln schon von den germanischen Völkern als Thingplatz genutzt wurde.

Auf dem Brocken herrscht ein Klima, das einer alpinen Lage von 1600-2200 m entspricht. Dementsprechend hat sich auf dem Gipfelplateau auch, oberhalb der Waldgrenze, eine eigenständige Flora und Fauna gebildet. Rings um den Gipfel breiten sich Hochmoore aus, in denen Wollgras, Sonnentau und Zwergbirken wachsen. Nebst vieler anderer Widrigkeiten erschwerten in alten Zeiten diese Hochmoore einen Aufstieg enorm. Es ist dem zu Folge nicht verwunderlich, dass die erste nachweisliche Brockenbesteigung erst 1572 verzeichnet wurde.

Der Nordhäuser Arzt Johannes Thal beschrieb in einem Buch erstmalig die Flora des Brockens und schrieb Brockengeschichte. Im 17. Jahrhundert wurden erste Wege, die sicher besser als Pfade zu bezeichnen waren, zum Gipfel angelegt und der Brocken wurde verstärkt von Reisenden besucht. 1736 wurde im Auftrag des Grafen Christian Ernst zu Wernigerode-Stolberg das Wolkenhäuschen auf dem Gipfel errichtet, das als Schutz- und Unterkunftshaus gedacht war. 1777 erklomm Goethe in einer Winterbesteigung den Brocken. Es war seine erste von drei Besteigungen und sie gilt als die erste Winterersteigung überhaupt. Bedingt dadurch, dass auf dem Brocken sehr häufig Nebel herrscht, kommt es zu optisch-halogenen Effekten, die mystisch wirken und auf dem Brocken als „Brockengespenst“ bezeichnet werden. Auch Goethe beschreibt dieses Phänomen und war von dem Harzgipfel dermaßen inspiriert, dass er ihn als Schauplatz für Faust I wählte.

Ab Beginn des 19. Jahrhunderts setzt ein regelrechter Brockenboom ein. Anlass genug 1800 ein erstes Gasthaus auf dem Gipfel zu erbauen. Mit der Veröffentlichung der „Harzreise“ von Heinrich Heine 1826 wurde der Brocken endgültig ein überregionales Reiseziel. 1859 brannte das alte Brockenhaus komplett ab, dafür wurde 1862 das neue Brockenhotel eingeweiht. Das einzigartige alpine Klima im norddeutschen Raum inspirierte 1890 den Göttinger Professor Albert Peter den ersten deutschen Alpengarten anzulegen. 9 Jahre später, also 1899, wurde dann die schmalspurige Brockenbahn in Betrieb genommen. Ein neuer Brockenboom setzte ein, der Brocken war ab diesem Zeitpunkt auch für Besucher erreichbar, die den anstrengenden Fußmarsch scheuten. 1935 schrieb der Brocken Technikgeschichte. Es gelang die weltweit erste mobile Fernsehübertragung vom Berg, die ein Jahr später den Bau des ersten Fernsehturms nach sich zog.

Der Brocken im Harz im Winter Der Brocken im Harz im Winter Der Brocken im Harz im Winter

Mit Beginn des 2. Weltkriegs nahm die heutige Wetterwarte ihren Betrieb auf, leider nicht für zivile Zwecke. Von 1939 bis 1994 war der Brocken dann leider eine Militärbastion, was dazu führte, das die Amerikaner im April 1945 den Brocken bombardierten. 1947 wurde der Brocken der sowjetischen Besatzungszone zugeteilt. Er wurde im „Kalten Krieg“ zum Horchposten aufgerüstet und diente zu Überwachungs- und Spionagezwecken. Ab August 1961 war der Brocken für Zivilpersonen nicht mehr zugänglich, und das bis 1990.

Nach der Wiedervereinigung wurden die Militär- und Sicherungsanlagen schrittweise deinstalliert und der Gipfel mit großem Aufwand renaturiert. Am 30.04.1994 verließ der letzte russische Soldat den Berg. Heute ist der Brocken, der mitten im Nationalpark Harz liegt, wieder ein Touristenmagnet, der einen Besuch bei fast jedem Wetter lohnt.
Link zu Google-Map: http://maps.google.de/

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Copyright der Texte Bernd Sternal 2008
Copyright des Fotos Nr. 5 Nationalpark Harz

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