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Mastjahre und Hutewald

In diesem Jahr (2014) tragen viele Waldbäume reichlich Früchte, es ist ein „Mastjahr“.

Dieser Begriff der der Mast stammt aus einer Zeit, in der die Wälder neben der Holzgewinnung noch intensiv landwirtschaftlich genutzt wurden. Aus einer Zeit also, als man Forstwirtschaft noch nicht kannte – dem Mittelalter sowie der frühen Neuzeit. Der Begriff bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Laubbäume Eiche, Buche und Kastanie, aber auch auf andere Laubbäume mit starkem Fruchtanhang, wie Wildobstbäume. Er bezieht sich also auch auf den ursprünglichen Harzer Laubmischwald. Im Mittelalter wurde der Wald grundsätzlich für das Vieh als Hutewald (Waldweide) genutzt. In diesen Waldweiden musste das Vieh auf Grund des unübersichtlichen Geländes dauerhaft von Hirten beaufsichtigt werden. Es waren Ziegen, Schafe, Schweine, Rinder aber auch Pferde die in den Hutewald getrieben worden. Die Waldweide war entweder Dorfbesitz oder im Besitz eines Grundherren.

Das Vieh ernährte sich in diesen Wäldern von den Pflanzen der Krautschicht, den Bäumen und deren Früchten und Samen sowie den Pilzen. Die krautige Vegetation am Waldboden wurde zurückgedrängt und der Wald licht, da die Tiere auch die unteren Triebe der Bäume sowie die nachwachsenden Bäume als Nahrung nutzten. Ein Hutewald hatte also eine andere Artenzusammensetzung als der unbeweidete Wald.

In einem Mastjahr trieb man besonders gern die Schweine in den Hutewald. Sie wurden dort durch Eicheln, Bucheckern und Kastanien nicht nur besonders wohlgenährt, auch ihr Fleisch wurde durch dieses Nahrungsangebot besonders schmackhaft. Da das Hüten von Vieh im Wald schon in vorgeschichtlicher Zeit Anwendung fand, ist diese Form der Viehhaltung auch eng mit Kult und Naturglauben in Verbindung zu bringen. Die entstandenen lichten Wälder waren Horte für mächtige, uralte Laubbäume, deren Standorte dienten den Menschen dann als Kult- und Gerichtsstätten.

Heute gibt es die Waldweiden in unseren Breiten nicht mehr. Die Mastjahre sind allerdings für die Forstwirtschaft zur Gewinnung von heimischem Saatgut, aus dem neues Pflanzgut entsteht, von erheblicher Bedeutung.

Der Zeitabstand zwischen zwei Mastjahren ist regional sehr unterschiedlich und beträgt zwischen 5 und 10 Jahren. Da die Samen der Laubbäume sehr energiehaltig sind, müssen die Bäume in den Mastjahren erhebliche Anstrengungen erbringen. In solchen Jahren wird ein großer Teil des Stoff- und Energiewechsels (Assimilation) für die Fruchtbildung eingesetzt, was sich im schwachen Holzwachstum zweifelsfrei widerspiegelt. Die Hutung stellt also einen Begriff des Weiderechtes dar und die Hirten waren Angestellte der Dorfgemeinschaften oder des Grundherren.

Für die Laubbäume, mit ihren energiereichen Samen, sind die Mastjahre Bestandteil ihrer Überlebensstrategie. Da diese Samen ein bevorzugtes Nahrungsangebot für zahlreiche Waldtiere sind fällt deren Nachwuchs, besonders bei den Nagetieren, in mageren Jahren weniger zahlreich aus. Wenn dann ein Mastjahr folgt und Massen von Samen auf den Waldboden falle, gibt es weniger Fressfeinde und auch die Zahl der verschonten Samen auf Grund ihrer Anzahl ist größer. Folglich bleibt genügend Saatgut für eine neue Baumgeneration übrig.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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