Ausflugsziele Startseite

 
Rubriken:
> Action & Freizeit
> Baden im Harz
> Burgen & Schlösser
> Dome, Kirchen & Klöster
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Geschichte
> Harzer Persönlichkeiten
> Harzer Traditionen &
   Handwerk

> Höhlen & Bergwerke
> Kultur
> Motorradtouren
> Mühlen im Harz
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Reiten & Kutschfahrten
> Schlemmen
> Seen & Talsperren
> Tiere & Tiergärten
> Traumhochzeit im Harz
> Türme & Warten
> Wandern & Biken
> Wellness & Gesundheit
> Wissenswertes

> Ab in den Urlaub >>>
 Harz-Hotels online Buchen

> Suchmaschine

> Anfrage an Gastgeber
   im Harz
  
Lassen Sie sich ein
   individuelles Angebot für
   Ihren Harzurlaub erstellen.

> Harzorte mit Gastgebern
> Last-Minute Angebote
   im Harz

> Harz-Karte
> Geheimtipp-Forum
   
im Harz- Urlaub

 

 

Das Okertal

Die Oker entspringt südöstlich der Bergstadt Altenau, in 900 Metern Höhe, am Bruchberg, mitten im Nationalpark Harz. Nach etwa 105 Kilometern fließt sie zwischen Gifhorn und Celle in die Aller. Von ihrer Quelle aus windet sich die Oker durch den Oberharz und das Nördliche Harzvorland. Dabei hat sie tiefe felsige Schluchten zu durchfließen und Wasserfälle zu überwinden. Dieser Teil heißt Okertal und hat seine heutige Form im Pleistozän, also vor ungefähr 1,8 Millionen Jahren, erhalten. Im Laufe der vielen Jahre, in denen das schnell fließende Wasser des Flusses das Gestein ausspülte, wurde ein tief ausgefurchtes Tal geschaffen.

Die vordringenden und sich wieder zurückziehenden Eismassen des Pleistozäns, verursachten tiefe Zuschüttungen. Trotzdem ist das Okertal heute noch eine tief beeindruckende Naturlandschaft, die nicht umsonst als „Bodetal des Westens“ bezeichnet wird, weil sich beide Täler strukturell sehr gleichen. Doch vor dem Tal der Oker liegt heute, unterhalb von Altenau, die Okertalsperre mit ihrer 67 Meter hohen Staumauer. Das weit verzweigte System von Sperren und Vorsperren staut insgesamt bis zu 47 Millionen Kubikmeter Wasser. Nachdem der Fluss an der Okerterrasse den Stausee verlässt, fließt er zunächst gemächlich an den Rabenklippen vorbei. Dort ist eine Einkehr in das urig rustikale Waldgasthaus „Rabenklippen“ zu empfehlen. Und ein Besuch de Luchsgeheges, in dem im Rahmen des „Luchs-Projektes“ Luchse auf Ihre Freilassung vorbereitet werden, ist Pflicht.

Die Rabenklippen haben ihren Namen von einer alten Sage erhalten: Ein frommer Mann war vom heiligen Bonifatius abgesandt, den Nordharz zum Christentum zu bekehren. Doch er wurde in den Siedlungen nur verspottet und zog in den Harz, wo er sich verirrte. An den heutigen Rabenklippen wäre er fasst verhungert, wurde jedoch von einer Schar Raben gerettet, die eine tote Taube fallen ließen. Seitdem heißt diese Felsenformation „Rabenklippen“. Ein Teil dieser Felsen ist durch Treppen und Geländer begehbar gemacht worden. Von dort hat man einen herrlichen Blick zum Brocken.

Ein Stück weiter im Okertal folgt Romkerhall, das selbst ausgerufene, kleinste Königreich der Welt. Diese Siedlung an der Oker umfasst nur wenige Häuser und das Hotel „Königreich Romkerhall“, das einem Märchenschloss gleicht. Das Gebiet war in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts Jagdrevier von König Georg V. von Hannover. Georg V. war es auch, der das heutige Hotel erbauen ließ und der den 64 Meter hohen Wasserfall der Romke in die Oker anlegte. Die Monarchie ging zu Ende, Romkerhall wurde vergessen. In den siebziger Jahren wurde die Gebietsreform durchgeführt, Romkerhall wurde vergessen. „Gemeindefrei“ wurde es dann von einem Investor erworben, der für seine grandiose Marketingidee in der Prinzessin von Sachsen und Herzogin zu Sachsen eine Königin für sein Reich fand. Aber keine Sorge, blaues Blut ist nicht erforderlich, um die Gastlichkeit des Königreichs in Anspruch zu nehmen.

Einige hundert Meter unterhalb von Romkerhall, zwischen riesigen Felsen mitten im Fluss, liegt die „Verlobungsinsel“, die über eine Holzbrücke erreicht werden kann. Etwas abseits der Oker, in Flussrichtung rechts, lohnt ein Abstecher zur „Mausefalle“, „Feigenbaumsklippe“, „Hexenküche“, „Der Alte vom Walde“ und zur „Kästeklippe“, allesamt beeindruckende Formationen aus riesigen Granitsteinblöcken. Außerdem lädt das Waldrestaurant „Kästehaus“ zur Einkehr ein. Dann geht’s weiter zum „Peppenstein“, zur „Ziegenrückenklippe“ und zur „Adlerklippe“, weiteren sehenswerten Gesteinsformationen mit Panoramablick, bevor der Goslarer Ortsteil Oker erreicht wird.

Das Okertal ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert, besonders beeindruckend zeigt es sich aber zur Laubfärbung. Da die Bundesstrasse 4 durch das gesamte Okertal führt, was aber dessen urig-wilden Charakter nicht schmälert, können Teilstücke auch mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden. Das Ersteigen der Klippen und Gesteinsformationen bleibt allerdings dem Wandersmann vorbehalten. 

zurück

Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2008/2010
Copyright der Fotos "Luchs auf den Rabenklippen" Nationalpark Harz