Ausflugsziele Startseite

 
Rubriken:
> Action & Freizeit
> Ausgewählte Ferien- 
   Wohnungen/Häuser

> Ausgewählte
   Hotels & Pensionen

> Baden im Harz
> Burgen & Schlösser
> Dome, Kirchen & Klöster
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Geschichte
> Harzer Persönlichkeiten
> Harzer Traditionen &
   Handwerk

> Höhlen & Bergwerke
> Kultur
> Motorradtouren
> Mühlen im Harz
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Reiten & Kutschfahrten
> Schlemmen
> Seen & Talsperren
> Tiere & Tiergärten
> Traumhochzeit im Harz
> Türme & Warten
> Wandern & Radeln
> Wellness & Gesundheit
> Wissenswertes

> Harz-Hotels online 
   Buchen mit Booking >>>

> Suchmaschine

> Anfrage an Gastgeber
   im Harz

  
Lassen Sie sich ein
   individuelles Angebot für
   Ihren Harzurlaub erstellen.

> Harzorte mit Gastgebern
> Last-Minute Angebote
   im Harz

> Video's vom Harz
> Webcam's vom Harz

> Harz Radio Archiv
> Harz-Karte
> Geheimtipp-Forum
   im Harz- Urlaub

 

 
 

Die Roßtrappe und die Winzenburg

Hoch oben, über dem rechten Eingang des Bodetals bei Thale, liegt auf einem Hochplateau ein uraltes menschliches Siedlungsgebiet. Heute ist die „Roßtrappe“ bekannt als Hotel und Ausflugslokal sowie die namensgebende Roßtrappe als Standort einer grandiosen Aussichtsplattform über Bodetal und Harzvorland. Dabei ist die eigentliche Roßtrappe nur ein Sandstein, mit einer Vertiefung in Form eines überdimensionalen Hufabdrucks. Viele Theorien und noch mehr Sagen gibt es zu diesem Steinmal, aber keine wissenschaftliche Erklärung. Da dieses Hochplateau schon vor über 5.000 Jahren besiedelt oder aber zumindest zeitweise genutzt wurde, wie archäologische Funde belegen, liegt es nahe, dass die „Roßtrappe“ in heidnischer Zeit als eine Art Opferschale diente. Ob selbige natürlichen Ursprungs war oder von Menschen geschaffen wurde, ist eine von vielen ungeklärten Fragen. Zur Roßtrappe selbst folgt in einem späteren Band ein separater Beitrag.

Rosstrappe über dem Bodetal Rosstrappe über dem Bodetal Rosstrappe über dem Bodetal

Viele archäologische Funde wurden im Thalenser Bodetal schon gemacht. Aber erst als die Archäologie Mitte des 19. Jahrhunderts zur Wissenschaft wurde, maß man Funden des Altertums auch die erforderliche Bedeutung bei. Es ist also nicht verwunderlich, dass zahlreiche Funde zwar schriftlich überliefert, gegenständlich aber nicht mehr auffindbar sind. Als ältestes Fundstück gilt gemäß meiner Recherchen ein etwa 5.000 Jahre alter Mörser (Mahlstein). Auch noch ältere Steinwerkzeuge sollen gefunden worden sein, sind aber heute nicht mehr nachweisbar. Auch zahlreiche Metallartefakte aus Bronze- und Eisenzeit sind dort oben gefunden worden: Schwerter, Beile, Lanzen- und Pfeilspitzen, Sporen und verschiedenster Schmuck. War dieses Bergplateau in vorgeschichtlicher Zeit wohl mehr eine Kult- und Begräbnisstätte, entwickelte es sich nach dem Beginn der Zeitrechnung wohl schrittweise zur Fluchtburg.

Die menschlichen Siedlungen der Stammesverbände wurden stetig größer und auch eine gewisse Sesshaftigkeit setzte ein. Damit wuchsen die Erkenntnis und der Bedarf nach Schutzmaßnahmen. Etwa 1.000 Meter nördlich des Roßtrappenfelsens begannen unsere Vorfahren eine gewaltige Wallanlage zu errichten. Heidenwall genannt, sicherte er von Norden nach Süden den gesamten Gebirgskopf. Von diesem Hauptwall zogen sich Vor- und Nebenwälle in nordöstliche und nordwestliche Richtung und sicherten das Plateau bis zur Abbruchkante des Bodetals. Den äußersten westlichen Eckpfeiler bildete dabei der Roßtrappenfelsen.

Diese gesamte Befestigungsanlage wird heute als Winzenburg bezeichnet. Von einer Burganlage im herkömmlichen Sinn sind keine Reste mehr sichtbar. Auch schriftliche Quellen sind nicht bekannt. Somit ist auch unklar, wann und warum die Winzenburg aufgegeben wurde. Dieser Höhenzug über dem Bodetal war dann über Jahrhunderte aus dem Sichtfenster der Menschen verschwunden. Schwer zu erreichen und ohne Nutzen, wurde die „Roßtrappe“ erst mit dem Aufkeimen des Fremdenverkehrs Anfang des 19. Jahrhunderts neu entdeckt.

Im Zuge der Erschließung und Bebauung der „Roßtrappe“ zum Hotel- und Ausflugsstandort, wurde in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die heutige Straße erbaut. Dabei wurde der vorhandene Wall mehrfach durchschnitten und dabei archäologisch untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Wallanlagen, die etwa 500 Meter lang und bis zu 6 Meter hoch sind, in mehreren Etappen errichtet wurden. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die untere Schicht von 1 bis 2 Meter schon in der Jungsteinzeit errichtet wurde. Ein Ring oder eine niedrige Mauer aus Felsbrocken, die wohl als Steinsetzungen zum Eingrenzen eines Heiligtums anzusehen ist. Die obersten Schichten der Wallanlage stammen aus dem Mittelalter. Es wurden Mörtelreste darin gefunden, die auf zerstörte Baulichkeiten hinweisen. Eine weitere systematische Forschung und wissenschaftliche Aufarbeitung steht bis heute aus.

Weitere Informationen:
Sage von der Roßtrappe - Mythen und Sagen der Harzregion,
Das Bodetal, Die Roßtrappe – aus archäologischer Sicht,
Zur Geschichte von „Königsruhe“ im Bodetal

>>> Gastgeber in Thale

zurück

Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2010

Links zu Harz-Urlaub

 
 Ausflugsziele nach Orten:
 
Alexisbad
Allrode
Altenau
Altenbrak
Aschersleben
Bad Grund
Bad Harzburg
Bad Lauterberg
Bad Sachsa
Bad Suderode
Ballenstedt
Benneckenstein
Blankenburg
Braunlage
Brocken
Clausthal-Zellerfeld
Dankerode
Derenburg
Duderstadt
Elbingerode
Elend / Mandelholz
Gernrode
Goslar
Hahnenklee
Halberstadt
Harzgerode
Hasselfelde
Herzberg
Ilfeld
Ilsenburg
Langelsheim
Lautenthal
Mansfeld
Meisdorf
Nationalpark
Nordhausen
Osterode
Quedlinburg
Rübeland
Sangerhausen
Schierke
Schladen
Seeland
Seesen
St. Andreasberg
Stecklenberg
Stolberg
Tanne
Thale
Trautenstein
Treseburg
Vienenburg
Walkenried
Wernigerode
Wildemann
Wippra
Wolfshagen
Worbis
Zorge
 
Weitere Empfehlungen!
 
Werben auf
Ausflugsziele-Harz.de
 
Gratis Reiseführer
   
 
   
  Hier kostenlosen Reiseführer aus dem Harz anfordern!
   
 
 
Der Harz in 4 Teilen. Kartenset 1 : 30 000: Oberharz, Mittlerer Harz, Ostharz, Südharz
In einer Kunststoffmappe sind die vier Wander- und Fahrradkarten Der Oberharz, Der Mittlere Harz, Der Ostharz und der Südharz, die auch einzeln erhältlich sind, in der jeweils aktuellen Ausgabe zu einem etwas günstigeren Preis zusammengefasst.
Maßstab 1 : 30 000, Höhenlinien in 20-Meter-Schritten und UTM-Gitter für GPS
Harzklub-Wanderwege in offizieller Markierung und Nummerierung und thematische Harz-Fernwanderwege Harzer Hexen-Stieg, Selketalstieg, Harzer Baudensteig, Försterstieg, Harzer Grenzweg und Karstwanderweg,
ausgeschilderte Fahrradwege, MTB- und Radwanderempfehlungen
Signaturen zu den Sehenswürdigkeiten, Camping- bzw. Wohnmobilstellplätzen und Jugendherbergen sowie zu Freizeitstätten wie Schwimmhallen, Freibäder, Golf- und Tennisplätze, Kletter- und Bikeparks, Reitmöglichkeiten, Skiliften, Skiabfahrten und Rodelbahnen

>>> bei Amazon bestellen!

 
Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 1
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)
Burgen und Schlösser der Harzregion

Gebundene Ausgabe: 196 Seiten, Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung:
In den einschlägigen Touristenführern und Bildbänden über den Harz, finden wir immer die selben Burgen und Schlösser, die als Wahrzeichen und Ausflugsattraktion vorgestellt werden. Aber der Harz hat sehr viel mehr, dieser faszinierenden, mittelalterlichen Altertümer, die in keinem Reiseführer vorkommen. Es sind die zahlreichen Ruinen der Harzer Burgen und Schlösser, von deren Aussehen wir kaum eine Vorstellung haben.
Das Autorenteam hat lange gearbeitet und nun liegt das Resultat als Buch vor. Es vermittelt ihnen in einzigartiger Weise, wie diese legendären, von Mystik umwehten Relikte einer längst vergangenen Zeit, einmal ausgesehen haben könnten. Mittels detaillierter Rekonstruktions- und Grundrisszeichnungen sowie historischer Zeichnungen und Stiche und umfassenden geschichtlichen Fakten, können sie sich ein Bild von der Harzregion im Mittelalter machen. Wir wünschen ihnen viel Freude dabei und möchten sie schon neugierig machen auf den II. Band der bald folgen wird.