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Der Grasedanz - ein Hüttenröder Brauchtumsfest

Der kleine Ort Hüttenrode liegt an der Bundesstraße 27, südwestlich von der Stadt Blankenburg (Harz) und gehört seit 2010 als Ortsteil zu dieser Stadt. Erste urkundliche Nennung des Ortes war 1133 das Stift St. Johann bekam vom Bischof Otto von Halberstadt vier Hufen in Hüttenrode zu Lehen. In der Urkunde und den Abschriften wird Hüttenrode noch "Hiddenroht, Hindenroht oder Hiddenrodt" geschrieben. Das Original wird im Landesarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg aufbewahrt.

Bekannt ist der Ort im ganzen Harz durch sein Brauchtumsfest, den Hüttenröder Grasedanz. Bereits um das Jahr 1880 wurde das beliebte Fest gefeiert und hat damit eine lange Geschichte.

Entstanden ist es wohl um den Abschluss der Heuernte zu feiern, nicht nur in Hüttenrode, sondern auch in vielen anderen Dörfern. Im Ostharz waren für die Festvorbereitungen ausschließlich Frauen zuständig, so auch im traditionellen Grasedanzfestumzug.

Hüttenrode Grasedanz 1938   Hüttenrode Grasedanz 1938

Umzug beim Grasedanz in Hüttenrode 1938 (Fotos: Harzklubzeitung 1938)

Von 1939 bis 1949 wurde wegen des zweiten Weltkrieges kein Grasedanz gefeiert. Im August 1950 gab es eine Wiederbelebung des Brauchtumfestes. Der ehemalige Vorsitzende des Kulturbundes Hüttenrode Helmut Stöckicht setzte sich immer für das Fest ein und musste manche Hürde in der DDR-Zeit überwinden. Denn zu viel Engagement für "private" Feste in den Orten war nicht gerne gesehen, nur unter staatlicher Aufsicht. Also wurde ein Verein als Träger gegründet. Trotz allem war der politischen Führung in der DDR das Fest suspekt, zwar volkstümlich aber kein Fest der Arbeiterbewegung, und Helmut Stöckicht musste immer wieder in die Kreisstadt Wernigerode um zu vermitteln. Ein Leistung die belohnt wurde, denn das Fest wurde ununterbrochen weiter gefeiert und zwar im überlieferten Brauchtum.

Das eigentliche fest begann nachdem die Grasmahd abgeschlossen war, als Entschädigung für die Mühen beim Schneiden  und Trocknen des Winterfutter für die Tiere. Für das Fest backen die Frauen Kuchen, der mit den Früchten des Waldes belegt war, der später gemeinsam verzehrt wurde.

An diesem Tage hatten die Frauen auch die Oberherrschaft über das Dorf und die Männer, diese müssen den Wünschen der Frauen bis zum Sonnenuntergang genüge tun. Im festlichen Umzug mit der traditionellen Blasmusik reihen sich die in Festtagstracht gekleideten Frauen und Mädchen mit ihren geschmückten Tragekörben voller duftendem Heu hinter der Frau Hauptmann ein.

Die Grasekönigin ist dabei mit einer Girlande aus Waldblumen, Eichen- und Tannenzweigen geschmückt, trägt einen Hagebuttenkranz, einen blumengeschmückten Schleppsäbel und Schulterschleifen in den Landesfarben. Weitere Frauen und Mädchen tragen geschmückte Sicheln mit im Umzug. Auch die Heuprinzessin ist festlich geschmückt.

Auf dem Festplatz angekommen, werden die Körbe geleert und zu Haufen geschichtet. Geschmückt werden sie mit Girlanden aus Eichenlaub und Ebereschenbüschen. Die Grasedanzfrauen bilden einen Kreis und fassen sich bei den Händen und tanzen um die Grashaufen. Wer von den Männern nicht aufgefordert werden will, darf nicht in der Nähe sein, denn ein Abschlagen des Tanzes gilt als Beleidigung.

Jedes Jahr am ersten Wochenende im August laden die Hüttenroder Frauen zum Grasedanz ein.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2021

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Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal
Ein Abriss durch die Geschichte deutschen Erfindertums

mit biographischen Passagen sowie einigen Kommentaren und Einlassungen,
die hoffentlich zum Nachsinnen anregen
Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal

„Vergraben ist in ewiger Nacht der Erfinder großer Name zu oft. Was ihr Geist grübelnd entdeckte, nutzen wir; aber belohnt Ehre sie auch?“
Friedrich Gottlieb Klopstock (um 1760)


Der Autor Bernd Sternal (* 1956) ist gelernter Werkzeugmacher und Flugzeug-mechaniker sowie Dipl.-Ing. für Maschinenbau und Technologie. Er arbeitete als Manager in verschiedenen Branchen, war als Unternehmer, freiberuflicher Ingenieur und als Technologieberater tätig und er ist freier Erfinder mit zahlreichen nationalen und internationalen Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Seit 2006 ist er als Publizist und Autor tätig geworden. Mit dem Buch möchte er eine Brücke für Erfinder schlagen, sie aber auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen lassen. Auch möchte er einer breiten Leserschaft über das Erfindertum berichten, damit die Gesellschaft nicht vergisst, woher unser deutscher Wohlstand kommt und wie er zu erhalten ist. Denn erfolgreiche Erfinder sind auch Superstars, wenn auch fast immer im Verborgenen. Auch möchte er mit seinem Werk den Entschei-dungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft einen Spiegel vorhalten. Und letztendlich hat er versucht, hoffentlich intelligente und machbare Vorschläge aufzuzeigen, um dem Erfindertum in Deutschland wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient – eine Spitzenposition.

 
 
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