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Die Alte Harzstraße Goslar-Osterode

Als die Menschen sesshaft geworden waren, begannen sie Wege zu bauen und Einige davon wurden zu Straßen. Diese Straßen waren Kommunikationsadern, sie verbanden Regionen und Länder, Handels- und Rohstoffzentren miteinander. So entwickelten sich schon in frühen Zeiten Handelswege, wie die Salzstraße oder die Bernsteinstraße und Heerstraßen, die Nordeuropa mit Südeuropa verbanden. Der Harz stellte stets ein Hindernis dar, dessen Umgehung viel Zeit und Kraft kostete. Aber er war auch schon in früher Zeit als Rohstoffreservoir bekannt. Insbesondere Kupfer und Eisen, später auch Silber, wurden abgebaut und verhüttet. Was lag also näher, als Harzquerungen anzulegen und eine davon führte von Goslar nach Osterode.

Wann dieser Harzweg angelegt wurde und von wem, wissen wir nicht. Aber zahlreiche archäologische Erkenntnisse lassen vermuten, dass dieser Weg, bei entsprechendem Wetter, schon weit vor dem Mittelalter genutzt wurde. Die bedeutende Harzrandstraße von Hildesheim über Halberstadt nach Magdeburg führte in unmittelbarer Nähe an Goslar vorbei. Die Bodenschätze des Rammelsberges bildeten schon im frühen Mittelalter einen Anziehungspunkt für fränkische und sächsische Bergleute. Die reichen Silberfunde ließen schnell eine Infrastruktur entstehen, die zur Stadtentstehung beitrug. Als Folge entstand wohl, im frühen 10. Jahrhundert, eine Königspfalz, die insbesondere unter Otto III. und Heinrich II. zur Blüte gelangte. Der Verlauf dieses alten Harzweges suchte schnell die Höhe zu erreichen. Die Gründe dafür sind wohl im besseren Zustand des Geländes bei nassem Wetter und in der größeren Sicherheit vor Räubern und Wegelagerern zu suchen. Namen wie Sterbetal, Mordtal und Schnapphahnengrund verdeutlichen noch bis in unsere Zeit anschaulich die damalige Unsicherheit.

Zur Harzstraße Goslar-Osterode wurde dieser Weg erst im Mittelalter. Angenommen wird, dass sie spätestens im 13.Jahrhundert entstand. Eine erste urkundliche Erwähnung als „rechte Heerstraße“ stammt erst aus dem Jahr 1457. Doch im 12. und 13. Jahrhundert erblühte die Hanse, Städte wie Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode, Wolfenbüttel und Braunschweig wuchsen gewaltig und wollten ihre Gewerbeprodukte „in alle Welt“ verkaufen. Da nahmen die Kaufherren schon einige Gefahr und Ungemach in Kauf, um ihre Handelsbeziehungen nach Süddeutschland auszubauen.

Es ist anzunehmen, dass der Ausbau dieser Straße, die Gründung des Benediktinerklosters Cella und die Gründung der zwei Wegklausen unweit des heutigen Buntenbock, zeitlich parallel abliefen und das aus diesen Bau- und Gründungsaktivitäten auch das Entstehen der Oberharzer Siedlungen resultiert. Auf jeden Fall belegt ist, dass es in dem Kloster Cella im Jahr 1208 einen Abt Alexander gab. Und eine Urkunde aus dem Jahr 1301 führte zum ersten Mal die Oberharzer Orte auf. Angenommen werden darf auch, dass die Benediktiner Mönche den Oberharzer Bergbau einleiteten und voran trieben. Sicher führten auch die zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen jener Zeit um die Rammelsberger Bergwerke dazu, dass sich Bergleute entschlossen, in den „friedlichen“ Oberharz zu gehen. Aus mittelalterlichen Urkunden, erstmals aus dem Jahr 1298, ist auch bekannt, dass damals schon Oberharzer Teiche angelegt wurden, die bergbaulichen Zwecken dienten.

Zum Ende des Mittelalters nahm der Handelsverkehr in Deutschland stark ab. Diese Tatsache sowie die zahlreichen Kriege führten dazu, dass diese alte Harzstraße in einen sehr schlechten Zustand verkam. Ihre Streckenführung war aber so optimal angelegt, dass daraus zu Beginn des 19. Jahrhunderts, bis auf wenige Abweichungen, eine neue Harz-Chaussee wurde. Aber auch die verlor bald wieder ihre Bedeutung und wurde zur Alten Harz-Chaussee. Dass der Alten Harzstraße Goslar-Osterode die dauerhafte Bedeutung einer großen Handelsstraße versagt blieb, lag wohl vor allem am schwierigen Gelände und den starken Steigungen und dem damit verbundenen, oft schlechten Straßenzustand. Immerhin muss die Straße zwischen Osterode und Goslar einen Höhenunterschied von etwa 400 Metern überwinden. Heute ist die Alte Harzstraße von Goslar bis Clausthal-Zellerfeld eine beliebte Wanderroute, die landschaftliche Schönheit und Geschichte in sich vereint.

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Copyright der Fotos & Text Bernd Sternal 2009/2010

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