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Route 20 – Kaiserweg von Ilsenburg nach Wernigerode

Diese Wanderroute beginnt am Kloster Ilsenburg. Wie der Name schon aussagt, war dieses Kloster ursprünglich eine Burg. Errichtet auf einer etwa 40 m hohen Terrasse über dem rechten Ilse-Ufer war die „Elysenaburg“ im 10. Jahrhundert eine bedeutende ottonische Befestigungsanlage. Auf Bitte des Halberstädter Bischofs Arnulf sagte Kaiser Otto III. 998 die Gründung eines Benediktiner-Klosters zu. Dazu überließ er diese Reichsburg der Kirche, um nach Vorbild des Klosters Fulda ein Kloster anzulegen. Zur Wahrung der Kaiserlichen Belange wurde weiter oben im Ilsetal eine Ersatzburg auf dem Ilsestein errichtet. In der Folgezeit geht die Geschichte der Ilseburg in der des Klosters auf. Schon kurze Zeit nach der Klostergründung kam es zu Spannungen zwischen kirchlicher und weltlicher Macht, die schon im Sachsenkrieg Heinrichs IV. zu Zerstörungen auf dem Ilsestein führten, die dortige Ilseburg wurde 1107 endgültig zerstört. Danach zog Ruhe ein.

Von den Bauten der Burg ist nichts erhalten, alles wurde in das Kloster integriert. Zu erkennen sind nur noch die Graben- und Wallreste. Auch von den einst bedeutsamen romanischen Klosterbauten sind nur noch Teile vorhanden. Aber der äußere Eindruck täuscht! Die Innenräume bergen viele architektonische Überraschungen von denen die von Säulen getragenen Gewölbe und ein reich verzierter romanischer Gipsfußboden in der Klosterkirche auszugsweise Erwähnung finden sollen.

Von der Klosterkirche nehmen wir den Weg durch den ehemaligen Schlosspark. Er führt in östliche Richtung und ist mit der Krone sowie einem waagerechten roten Balken gekennzeichnet. Nach etwa 1,5 km biegt ein Weg in nördliche Richtung ab, zum Kloster Drübeck. Dieser Abzweig ist zwar nicht offizieller Teil des Kaiserweges, aber sehr zu empfehlen. 

Das Benediktiner-Nonnenkloster St. Vitus soll bereits um 877 gegründet worden sein. Die Klosterkirche in der Form einer dreischiffigen Basilika beeindruckt besonders durch ihren Westbau mit den Doppeltürmen. Die gesamte Anlage, die ein ev. Pastoralkolleg beheimatet, ist restauriert und in sehr gepflegten Zustand. Besonders das Äbtissinnen-Haus und der Klostergarten hinterlassen nachhaltigen Eindruck. Die gesamte Anlage ist für Besucher geöffnet.

Zurück auf dem Kaiserweg, der dort auch Naturlehrpfad ist, wandern wir weiter in östliche Richtung. Vorbei an einem Erdfall und dem ehemaligen Gipsbruch erreichen wir Oehrenfeld, einen Ortsteil von Darlingerode. Weiter führt der Weg über die Himmelspforte zu den Resten des gleichnamigen Klosters im Wernigeröder Stadtteil Hasserode.

Kaiserwege - Etappe von  Ilsenburg nach Wernigerode - gezeichnet von Lisa Berg

Dort wurde, in einem geschützten Waldtal nordwestlich von Hasserode, von den Herren von Hartesrode im Jahre 1253 das Augustinerkloster Himmelpforten gegründet. Sie wählten diesen Ort, da sich dort bereits zuvor Wilhelmitenbrüder niedergelassen hatten. Die Augustiner betrieben unter anderem Fischzucht und sogar Weinbau. Himmelpforten wurde am 6. August 1517 von Martin Luther besucht, wo er sich mit seinem Ordensbruder und Freund, dem Generalvikar Johann von Staupitz traf, mit dem er dabei auch über den Ablasshandel sprach. An die Zusammenkunft erinnert der 1917 errichtete Luthergedenkstein. Das Ende des Klosters Himmelpforten wurde mit dem Bauernkrieg im Jahre 1525 eingeleitet, als Aufständische das Kloster teilweise zerstörten und die Mönche vertrieben. Die kamen zwar nach dem Ende des Aufstandes ins Kloster zurück, die Gebäude einschließlich der Kirchen wurden noch einige Jahrzehnte genutzt, verfielen aber stetig und wurden bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts fast vollständig abgetragen und als Baumaterial benutzt. Erhalten haben sich bis heute mehrere Forellenteiche des Klosters und Reste einer Grundmauer. 

Hier ist diese Wanderung zu Ende. Ein Besuch der historischen Altstadt von Wernigerode ist aber sehr zu empfehlen. Die gesamte Route ist ohne den Abstecher nach Drübeck etwa 12 km und mit Abstecher etwa 16 km lang. Der Schwierigkeitsgrad ist „mittel“ und größere Höhenunterschiede sind nicht zu bewältigen. Von Wernigerode gelangt man unkompliziert mit dem Bus zurück nach Ilsenburg.

Hintergrund-Informationen: Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters
Kaiserweg Route 1 - von Wernigerode nach Rübeland
Kaiserweg Route 2 - von Elbingerode nach Stiege
Kaiserweg Route 3 - von Rübeland zum Kloster Michaelstein Blankenburg
Kaiserweg Route 4 - vom Kloster Michaelstein Blankenburg nach Derenburg
Kaiserweg Route 5 - von Derenburg nach Halberstadt
Kaiserweg Route 6 - vom Osterholz nach Westerhausen
Kaiserweg Route 7 - von Westerhausen nach Quedlinburg
Kaiserweg Route 8 - von Westerhausen nach Stecklenberg
Kaiserweg Route 9 - von Westerhausen nach Gernrode
Kaiserweg Route 10 - von Stecklenberg nach Harzgerode
Kaiserweg Route 11 - von Stecklenberg nach Siptenfelde
Kaiserweg Route 12 - von Siptenfelde nach Stiege
Kaiserweg Route 13 - von Stiege nach Neustadt
Kaiserweg Route 14 - von Neustadt nach Nordhausen
Kaiserweg Route 15 - von Nordhausen nach Walkenried
Kaiserweg Route 16 - von Walkenried nach Braunlage
Kaiserweg Route 17 - von Braunlage nach Bad Harzburg
Kaiserweg Route 18 - von Bad Harzburg nach Goslar
Kaiserweg Route 19 - von Bad Harzburg nach Ilsenburg
Kaiserweg Route 20 - von Ilsenburg nach Wernigerode

Sehenswert am Wegesrand: Kloster Ilsenburg, Künstlerehepaar Crola, Hüttenmuseum Ilsenburg, Kloster Drübeck, Museum für Luftfahrt und Technik, Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode, Das Harzplanetarium, Miniatur-Fachwerkhaus, Harzer Baumkuchen

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz

Rezension: Kommt Dir das bekannt vor: "Wie lange müssen wir noch laufen", oder "Mir ist soooo langweilig, immer das gelatsche"? Kinder und Jugendliche stellen heute andere Ansprüche an Wanderungen als vor einer oder zwei Generationen. Heute muss es abwechslungsreich, spannend, ja abenteuerlich sein. Wenn ich heute mit der Familie wandere, sind schon die Erwartungen (abgesehen vom Wetter), sehr hoch. Bei der Ausarbeitung und Festlegung der Wegführung, investiere ich schon einen zeitlichen Aufwand, der mir aber auch Freude bereitet, und wenn alles geklappt hat umso mehr. Ich baue deshalb nach Möglichkeit, immer ein paar Höhepunkte ein, z. B.: Höhlen, Wasserfälle, schroffe Felsen oder als Nr.1: Burg(en). Schon auf den Weg zu einer Burg, kann ich schon einmal mit einer Geschichte oder einer Sage aus dem Gebiet aufwarten, und überbrücke so aufkommende Langeweile und beuge gähnenden Gesichtern vor. Damit das ganze nicht zu staubtrocken wird, gibt es heute ganz brauchbare Burgführer. ...  Auf unser Ostertour 2009 im Harz war ich jedenfalls sehr gut vorbereitet, und der Spaßfaktor auf den Wandertouren stellte sich dann auch ein, was will man mehr ?