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Route 14 – Kaiserweg von Neustadt nach Nordhausen

Der Ausgangspunkt dieser Wanderung auf den Spuren der deutschen Kaiser und Könige des Mittelalters ist der Luftkurort Neustadt. Für Wanderer, die gut zu Fuß sind, kann die Route 13 und 14 auch zusammengefasst werden. Ich rate davon aber ab, da sonst zu viele Sehenswürdigkeiten an der Strecke keine Beachtung finden würden – und Wandern soll ja nicht in Stress ausarten.

In unmittelbarer Nähe des Neustädter Abzweigs L 2075/L1037 befindet sich der öffentliche Parkplatz am Wiesenplatz, der unser Ausgangspunkt sein soll. Von dort nehmen wir den Rüdigsdorfer Weg in südliche Richtung. Vorbei am Landgasthaus „Zur Herrenwiese“ verlassen wir den Ort. Unser Wanderweg ist bis nach Nordhausen sowohl mit der Kaiserkrone wie auch mit dem blauen Andreaskreuz gekennzeichnet. Der Weg führt über den Westerberg, geologisch sehr interessant sind auch die alten Mundlöcher, die nicht weit vom Weg entfernt liegen und wo Alabaster abgebaut wurde. Alabaster ist eine Varietät des Minerals Gips, welcher auf Grund seiner guten Bearbeitbarkeit gern bei Künstlern und Kunsthandwerkern Verwendung findet.

Nun kommen wir in die Rüdigsdorfer Schweiz, die kleinste deutsche Schweiz – aber vielleicht die schönste. Diese Landschaft ist das letzte intakte Gipskarstgebiet in Thüringen und wurde deshalb von der EU zum schützenden Naturerbe erklärt. Diese Karst-Landschaft − vielerorts mit Erdfällen – hat ihren Namen von der Ortschaft Rüdigsdorf, an dem unser Weg vorbei führt. Dort ist auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel installiert.

Die Antiquareiche steht hoch über Krimderode, dieses Naturdenkmal wird auf ein Alter von 600 – 1000 Jahre geschätzt und ist vielleicht einen Abstecher wert.

Und schon sind wir am Ziel unserer Wanderung – Nordhausen. Wer die Antiquareiche aufsucht, wird sicher einen andern Weg nach Nordhausen wählen, als der, der den direkten Weg wählt. Und auch dieser teilt sich vor Nordhausen, östlich führt der mit blauem Andreaskreuz gekennzeichnete Weg weiter und westlich der mit einer Krone – beide führten ins Stadtzentrum. 

Diese Route ist etwa 7,5 km lang und in die Kategorie „Leicht“ einzuordnen. Vielleicht wird es Ihnen aufgefallen sein, diese Route tangiert kein mittelalterliches Baudenkmal. Dies ist korrekt, es ist aber der uralte Weg (insbesondere der ottonischen Herrscher) vom Harzrand bis zu ihrem Nordhäuser Königshof.

Hintergrund-Informationen: Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters
Kaiserweg Route 1 - von Wernigerode nach Rübeland
Kaiserweg Route 2 - von Elbingerode nach Stiege
Kaiserweg Route 3 - von Rübeland zum Kloster Michaelstein Blankenburg
Kaiserweg Route 4 - vom Kloster Michaelstein Blankenburg nach Derenburg
Kaiserweg Route 5 - von Derenburg nach Halberstadt
Kaiserweg Route 6 - vom Osterholz nach Westerhausen
Kaiserweg Route 7 - von Westerhausen nach Quedlinburg
Kaiserweg Route 8 - von Westerhausen nach Stecklenberg
Kaiserweg Route 9 - von Westerhausen nach Gernrode
Kaiserweg Route 10 - von Stecklenberg nach Harzgerode
Kaiserweg Route 11 - von Stecklenberg nach Siptenfelde
Kaiserweg Route 12 - von Siptenfelde nach Stiege
Kaiserweg Route 13 - von Stiege nach Neustadt
Kaiserweg Route 15 - von Nordhausen nach Walkenried
Kaiserweg Route 16 - von Walkenried nach Braunlage
Kaiserweg Route 17 - von Braunlage nach Bad Harzburg
Kaiserweg Route 18 - von Bad Harzburg nach Goslar
Kaiserweg Route 19 - von Bad Harzburg nach Ilsenburg
Kaiserweg Route 20 - von Ilsenburg nach Wernigerode

Sehenswert am Wegesrand: Burg Hohnstein, Heinrichsburg, Ebersburg, Ilburg, Neustädter Talsperre, Flehmüllers Eiche bei Krimderode, Nordhäuser Traditionsbrennerei

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz

Rezension: Kommt Dir das bekannt vor: "Wie lange müssen wir noch laufen", oder "Mir ist soooo langweilig, immer das gelatsche"? Kinder und Jugendliche stellen heute andere Ansprüche an Wanderungen als vor einer oder zwei Generationen. Heute muss es abwechslungsreich, spannend, ja abenteuerlich sein. Wenn ich heute mit der Familie wandere, sind schon die Erwartungen (abgesehen vom Wetter), sehr hoch. Bei der Ausarbeitung und Festlegung der Wegführung, investiere ich schon einen zeitlichen Aufwand, der mir aber auch Freude bereitet, und wenn alles geklappt hat umso mehr. Ich baue deshalb nach Möglichkeit, immer ein paar Höhepunkte ein, z. B.: Höhlen, Wasserfälle, schroffe Felsen oder als Nr.1: Burg(en). Schon auf den Weg zu einer Burg, kann ich schon einmal mit einer Geschichte oder einer Sage aus dem Gebiet aufwarten, und überbrücke so aufkommende Langeweile und beuge gähnenden Gesichtern vor. Damit das ganze nicht zu staubtrocken wird, gibt es heute ganz brauchbare Burgführer. ...  Auf unser Ostertour 2009 im Harz war ich jedenfalls sehr gut vorbereitet, und der Spaßfaktor auf den Wandertouren stellte sich dann auch ein, was will man mehr ?