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Route 3 - Kaiserweg von Rübeland
zum Kloster Michaelstein Blankenburg im Harz

Ausgangspunkt dieser Route durch hochmittelalterliche Besiedlungsstrukturen ist Rübeland. Der kleine durch seine zauberhaften Tropfsteinhöhlen weithin bekannte Ort, wird von der Bode durchflossen. Schon in der Steinzeit, bis vor etwa 100.000 Jahren, wurden die Rübeländer Höhlen von Jägern als Unterkunft benutzt. Davon zeugen zahlreiche archäologische Funde, die in den Höhlen gemacht wurden.

Neben dieser vorgeschichtlichen Besiedlung ist eine neuzeitliche Besiedlung der Gegend seit 714 nachgewiesen. Die wohl älteste überlieferte Siedlung, die heute wüst ist, liegt am Peersgrund und dort führt unser Weg, der an der Baumannshöhle beginnt, vorbei. Die Siedlung am Peersgrund wurde vermutlich zu Beginn des 10. Jahrhunderts gegründet und existierte bis ins 14. Jahrhundert.

Der Weg führt durch verschiedenste Waldgesellschaften sowie über Bergwiesen zur Waldsiedlung Eggeröder Brunnen, die zu Elbingerode gehört. Diese Siedlung, die wohl seit dem 9. Jahrhundert existiert, ist eine der ältesten noch heute bewohnten im Hochharz. Erwähnt wurde sie erstmals 956 in einer Urkunde von Otto I., in der es um die Zuordnung der Michaeliskirche am Volkmarskeller ging. Die Waldsiedlung „Engerode“ war im Hochmittelalter ein Zentrum des Bergbaus und der Verhüttung, wie archäologische Ausgrabungen in den 80er Jahren belegen.

In Eggeröder Brunnen zweigt der Weg rechts in östliche Richtung ab und führt zum Volkmarskeller, einer natürlichen Karsthöhle mit künstlichen Erweiterungen und hochmittelalterlichen Einbauten. Neben der Höhle wurde 956 eine Michaeliskirche genannt. Diese Höhle soll seit Anfang des 9. Jahrhunderts als Einsiedelei genutzt worden sein. Für die Zeit von 850 bis 870 wird diese Klause in engen Zusammenhang mit der, von den Zeitgenossen hoch geachteten, Klausnerin Liutbirg, die eine enge Vertraute der Bischöfe Haimo von Halberstadt und Ansgar von Bremen gewesen ist, gebracht. Um 1146 erfolgte an dieser Stelle eine Klostergründung der Zisterzienser.

Von dort führt der Weg weiter durch den Klostergrund bis zum Kloster Michaelstein bei Blankenburg. Ein Weg durch wunderschöne Landschaften und ein Weg durch die Geschichte, denn dieser Weg hat schon sehr viel gesehen und erlebt.

Das Kloster Michaelstein, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde, war einmal reich und mächtig. Bis zum Bauernkrieg, in dem es teilweise zerstört und dann aufgelöst wurde. Das Kloster ist heute eine Stiftung: viel wurde saniert, restauriert und rekonstruiert. Es beherbergt die Landesmusikakademie und ein Musikinstrumenten-Museum. Auf dem Gelände befindet sich Gastronomie, der einen Besuch abzustatten, sich lohnt. Auch die zahlreichen, einst von den Mönchen angelegten Fischteiche sind noch erhalten und dienen auch heute noch der Fischzucht. Auch haben sich diese Teiche eine ganze Anzahl von Nutrias zur Heimat erkoren.

Die etwa 16 km lange Route ist eine wirklich leichte Strecke; sie hat kaum Steigungen, führt fast ausschließlich gemächlich bergab. Natürlich kann diese Route auch in entgegengesetzter Richtung gewandert werden; dann ist sie aber nicht mehr leicht, denn die 240 m Höhenunterschied wollen bewältigt werden.

Hintergrund-Informationen: Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters
Kaiserweg Route 1 - von Wernigerode nach Rübeland
Kaiserweg Route 2 - von Elbingerode nach Stiege
Kaiserweg Route 4 - vom Kloster Michaelstein Blankenburg nach Derenburg
Kaiserweg Route 5 - von Derenburg nach Halberstadt
Kaiserweg Route 6 - vom Osterholz nach Westerhausen
Kaiserweg Route 7 - von Westerhausen nach Quedlinburg
Kaiserweg Route 8 - von Westerhausen nach Stecklenberg
Kaiserweg Route 9 - von Westerhausen nach Gernrode
Kaiserweg Route 10 - von Stecklenberg nach Harzgerode
Kaiserweg Route 11 - von Stecklenberg nach Siptenfelde
Kaiserweg Route 12 - von Siptenfelde nach Stiege
Kaiserweg Route 13 - von Stiege nach Neustadt
Kaiserweg Route 14 - von Neustadt nach Nordhausen
Kaiserweg Route 15 - von Nordhausen nach Walkenried
Kaiserweg Route 16 - von Walkenried nach Braunlage
Kaiserweg Route 17 - von Braunlage nach Bad Harzburg
Kaiserweg Route 18 - von Bad Harzburg nach Goslar
Kaiserweg Route 19 - von Bad Harzburg nach Ilsenburg
Kaiserweg Route 20 - von Ilsenburg nach Wernigerode

Sehenswert am Wegesrand: Kloster Michalstein, Nutriarefugium, Hermannshöhle, Baumannshöhle, Ruine Birkenfeld

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz

Rezension: Kommt Dir das bekannt vor: "Wie lange müssen wir noch laufen", oder "Mir ist soooo langweilig, immer das gelatsche" ? Kinder und Jugendliche stellen heute andere Ansprüche an Wanderungen als vor einer oder zwei Generationen. Heute muß es abwechslungsreich, spannend, ja abenteuerlich sein. Wenn ich heute mit der Familie wandere, sind schon die Erwartungen (abgesehen vom Wetter), sehr hoch. Bei der Ausarbeitung und Festlegung der Wegführung, investiere ich schon einen zeitlichen Aufwand, der mir aber auch Freude bereitet, und wenn alles geklappt hat umsomehr. Ich baue deshalb nach Möglichkeit, immer ein paar Höhepunkte ein, z. B.: Höhlen, Wasserfälle, schroffe Felsen oder als Nr.1: Burg(en). Schon auf den Weg zu einer Burg, kann ich schon einmal mit einer Geschichte oder einer Sage aus dem Gebiet aufwarten, und überbrücke so aufkommende Langeweile und beuge gähnenden Gesichtern vor. Damit das ganze nicht zu staubtrocken wird, gibt es heute ganz brauchbare Burgführer. Eine Steigerung dieser Form, ist der Wander(Burg&Geschichts)führer: Wege Deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz ! Der Titel ist zwar lang geraten, dafür gibt es aber gute und kurzweilige Informationen zu 15 Wandertouren im ganzen Harzgebiet, die schon im Mittelalter genutzt wurden. Zu Beginn jeder Tour werden alle Punkte (Länge, Höhenunterschied, Wegmarkierung, Start + Ziel usw.) angegeben. Dann folgen neben der Wegbeschreibung, die Höhepunkte in Fotos, alten Ansichten, Burggrundrisse, Wanderskizzen und entsprechende Informationen, was zur damaligen Zeit an diesen oder jenem Ort los war.  Auf unser Ostertour 2009 im Harz war ich jedenfalls sehr gut vorbereitet, und der Spassfaktor auf den Wandertouren stellte sich dann auch ein, was will man mehr ?