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Route 16 – Kaiserweg von Walkenried nach Braunlage

Unsere heutige Route starten wir vom altehrwürdigen Reichsstift Walkenried. Der Weg in nördliche Richtung ist ausgewiesen mit einer Krone oder mit einem gleichseitigen Dreieck mit blauem Punkt. Der Weg überquert zunächst nach dem Eselstreiberplatz die Straße nach Zorge, später dann die Straße nach Wieda. Dieser Weg führt durch eine sehr waldreiche Gegend zum 495 m hohen Eichenberg, der eine schöne Rundumsicht bietet.

Weiter geht es zur Bremer Klippe mit Schutzhütte und Stempelstelle für die Harzer Wandernadel. Über die Jeremiashöhe wird dann die Stempelstelle Helenenruh erreicht, die in einer Höhe von 575 m ü. NN liegt. Keine ganz leichte Route, haben wir doch jetzt schon einen Höhenunterschied von etwa 500 m bewältigen müssen. Und es geht weiter bergauf! Der Weg führt nun durch ein uraltes Bergbaugebiet. Links vorbei am Wagnerskopf geht es über den Leimenkopf, nach der Überquerung der Straße Braunlage-Wieda schwenkt er nach Westen.

Vom dortigen Parkplatz „Ladestelle“ führt unser Weg weiter zur nächsten Stempelstelle „Kapellenfleck“. Der eigentliche Kapellenfleck ist die Stelle am Kaiserweg, an der im 13. Jahrhundert eine vom Kloster Walkenried gebaute Kapelle stand, von der heute aber nur noch überwachsene Grundmauerreste zu ahnen sind. Solche Kapellen gab es mehrere im Harz des Mittelalters. Sie dienten den Reisenden, die auf den alten Wegen den Harz überquerten, sowohl zum Schutz, wie auch zum verrichten religiöser Handlungen.

Kaiserwege - Etappe von  Walkenried nach Braunlage - gezeichnet von Lisa Berg

Nach einem weiteren Kilometer liegt östlich des Weges Braunlage. Dort kann man die Wanderung beenden – unser Ziel soll aber der ca. 2 km nordwestlich von Braunlage gelegene Königskrug sein. Dort, in unmittelbarer Nähe des Gasthauses „Königskrug“ befinden sich die spärlichen Reste einer frühmittelalterlichen Befestigungsanlage, die als „Neues Schloss“ bezeichnet wird. Das „Neue Schloss“ lag unmittelbar am Heidenstieg, dem heutigen Kaiserweg und diente wohl zur Sicherung des Weges wie auch als Jagdhof für den König.

Die gesamte Route ist ca. 22 km lang und auf Grund seiner doch erheblichen Steigungen als mittelschwer einzuschätzen. Vom Königskrug oder auch von Braunlage aus, können Sie die Rückreise mit dem Bus antreten. Diese Route ist eine klassische Wanderroute – zwar auf den Spuren des alten Heidenstiegs – geprägt wird sie aber von der Natur.

Hintergrund-Informationen: Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters
Kaiserweg Route 1 - von Wernigerode nach Rübeland
Kaiserweg Route 2 - von Elbingerode nach Stiege
Kaiserweg Route 3 - von Rübeland zum Kloster Michaelstein Blankenburg
Kaiserweg Route 4 - vom Kloster Michaelstein Blankenburg nach Derenburg
Kaiserweg Route 5 - von Derenburg nach Halberstadt
Kaiserweg Route 6 - vom Osterholz nach Westerhausen
Kaiserweg Route 7 - von Westerhausen nach Quedlinburg
Kaiserweg Route 8 - von Westerhausen nach Stecklenberg
Kaiserweg Route 9 - von Westerhausen nach Gernrode
Kaiserweg Route 10 - von Stecklenberg nach Harzgerode
Kaiserweg Route 11 - von Stecklenberg nach Siptenfelde
Kaiserweg Route 12 - von Siptenfelde nach Stiege
Kaiserweg Route 13 - von Stiege nach Neustadt
Kaiserweg Route 14 - von Neustadt nach Nordhausen
Kaiserweg Route 15 - von Nordhausen nach Walkenried
Kaiserweg Route 17 - von Braunlage nach Bad Harzburg
Kaiserweg Route 18 - von Bad Harzburg nach Goslar
Kaiserweg Route 19 - von Bad Harzburg nach Ilsenburg
Kaiserweg Route 20 - von Ilsenburg nach Wernigerode

Sehenswert am Wegesrand: ZisterzienserMuseum Walkenried, Neues Schloss

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz

Rezension: Kommt Dir das bekannt vor: "Wie lange müssen wir noch laufen", oder "Mir ist soooo langweilig, immer das gelatsche"? Kinder und Jugendliche stellen heute andere Ansprüche an Wanderungen als vor einer oder zwei Generationen. Heute muss es abwechslungsreich, spannend, ja abenteuerlich sein. Wenn ich heute mit der Familie wandere, sind schon die Erwartungen (abgesehen vom Wetter), sehr hoch. Bei der Ausarbeitung und Festlegung der Wegführung, investiere ich schon einen zeitlichen Aufwand, der mir aber auch Freude bereitet, und wenn alles geklappt hat umso mehr. Ich baue deshalb nach Möglichkeit, immer ein paar Höhepunkte ein, z. B.: Höhlen, Wasserfälle, schroffe Felsen oder als Nr.1: Burg(en). Schon auf den Weg zu einer Burg, kann ich schon einmal mit einer Geschichte oder einer Sage aus dem Gebiet aufwarten, und überbrücke so aufkommende Langeweile und beuge gähnenden Gesichtern vor. Damit das ganze nicht zu staubtrocken wird, gibt es heute ganz brauchbare Burgführer. ...  Auf unser Ostertour 2009 im Harz war ich jedenfalls sehr gut vorbereitet, und der Spaßfaktor auf den Wandertouren stellte sich dann auch ein, was will man mehr ?