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Der Karstwanderweg Südharz

„Karst“ ist ein Begriff, der aus der Geologie stammt. Mit ihm werden Geländeformen bezeichnet, die überwiegend auf Karbonatgesteinen basieren. Mit diesem Begriff, der der Landschaft Kroatiens entstammt, werden Landschaftsgebiete beschrieben, in denen das Niederschlagswasser zum großen Teil nicht mehr oberirdisch sondern unterirdisch abfließt. Die Ursache dafür liegt in dem Vermögen dieser Gesteinsarten sich in Wasser zu lösen.

In den meisten Karstlandschaften ist es Kalk der gelöst wurde, im Südharz dagegen Dolomit und Gips, der gegenüber dem Kalk eine 100-fach größere Wasserlöslichkeit aufweist. Hohe und ausgeglichen verteilte Niederschläge im Harz fördern die Auf- und Auslösung des Gesteins und damit die Karstbildung. Die Südharzer Karstlandschaft erstreckt sich entlang des Südharzrandes und beginnt im Westen bei Förste und endet im Osten bei Pölsfeld. Über eine Strecke von ca. 100km reihen sich wie an einer Perlenschnur Landschaftserscheinungen an einander, die auf die gesteinsauflösende Wirkung des Wassers zurückzuführen sind. Eine einzigartige europäische Landschaft mit seltener Flora und Fauna, die sich über ein Wegenetz von über 250 km erwandern lässt.

Unser Südharzer Karstwanderweg erstreckt sich über eine Länge von 126 Km, umfasst 6 Etappen und durchstreift dabei die Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Was uns auf diesem Weg begegnen wird, sind: Karstquellen, Flussläufe, Höhlen, Erdfälle, Bachschwinden, Flussversinkungen, Karstkegel, Schlotten, weiße Gesteinswände, Schauplätze von Märchen und Sagen, früh- und mittelalterliche Siedlungsplätze und Burganlagen und viel einzigartige Natur.

Wegbeschilderung Karstwanderweg im Südharz Karstwanderweg im Südharz

1. Etappe Osterode Herzberg
Der Weg beginnt in der alt-ehrwürdigen Fachwerkstadt Osterode, direkt am Freizeitbad Alloha. Der Karstwanderweg führt parallel zum Schienenstrange am Kaiserteich vorbei durch das Augustental. Dann wird das Naturschutzgebiet „Kleines Teufelsbad“ durchquert. Es folgt die Papenhöhe, nach der die B243 überquert werden muss. Der Ausschilderung folgend, die übrigens über die gesamte Strecke durch ein weißes Schild mit weißem K auf rotem Querbalken gleich bleibend markiert ist, führt die Route über den Mühlenberg nach Herzberg. Die kleine Welfische Residenzstadt mit niedersächsischem Fachwerkcharakter wir schnell ihr Herz gewinnen. Diese Etappe ist 15 km lang und es sollten etwa 4 Stunden Wanderzeit eingeplant werden.

2. Etappe Herzberg-Bad Sachsa/Steina
Start dieser Etappe ist der Jussee in Herzberg, am östlichen Stadtrand. Auf den gut ausgezeichneten Wanderwegen wird nach etwa 1 Stunde die Steinkirche von Scharzfeld erreicht. Nur 30 Wegminuten weiter liegt die Einhornhöhle, ein beeindruckendes Karsthöhlensystem, in dem schon vor über 100.000 Jahren Neandertaler Unterschlupf suchten. Als nächstes tangiert der Weg die Ruine der Burg Scharzfels. Nach der Unterquerung der B 27 führt der Karstwanderweg oberhalb von Barbis und unterhalb von Bad Lauterberg nach Steina, einem Ortsteil von Bad Sachsa. Dieser Weg ist etwa 23 Kilometer lang und es sollten etwa 6 Stunden reine Wanderzeit eingeplant werden.

3. Etappe Steina/Bad Sachsa – Woffleben/Nordhausen
Von Steina führt der Karstwanderweg unterhalb von Bad Sachsa durch dessen Ortsteile Tettenborn und Neuhof. Vorbei an den Kranichteichen schlängelt sich der Weg durch die kulturhistorischen Klosterteiche nach Walkenried. Wenn es ihre Zeit hergibt sollten sie dem altehrwürdigen Reichsstift unbedingt einen Besuch abstatten, denn auch seine Ruinen sind noch äußerst eindrucksvoll. Von Walkenried, das vor der Wiedervereinigung direkt an der innerdeutschen Grenze lag, führt der Weg unterhalb von Ellrich ins Thüringische. Der Karstwanderweg nach Woffleben ist gleichzeitig der Kaiserweg. Durch das grüne, karstreiche Harzvorland bei Woffleben fließen Wieda und Zorge, die sich südöstlich von Woffleben zur Zorge vereinigen. Auch diese 3. Karstetappe ist etwa 23 Kilometer lang und nimmt ca. 6 Stunden Wanderzeit in Anspruch.

4. Etappe Woffleben – Kalkhütte bei Rottleberode
Von Woffleben an, wird unser Karstwanderweg auch als Reit- und Radweg genutzt und ist auch weiterhin der Kaiserweg. Er führt oberhalb des Kohnsteins entlang zur Gedenkstätte Mittelbau Dora. In diesem gewaltigen Stollensystem, das in der NS-Zeit in das Karstgestein getrieben wurde, sollten einstmals V-Waffen gebaut werden. Bei Obersalza werden B4 und Zorge gequert um dann entlang der Rüdigsdorfer Schweiz zu wandern. So gelangen wir durch diese eindrucksvolle Karstlandschaft ins Örtchen Steigerthal. Weiter führt der Weg durch das Vorharzer Waldgebiet „Alter Stolberg“ zum Waldhotel Kalkhütte. Auch diese Wanderetappe ist etwa 23 Kilometer lang.

5. Etappe Kalkhütte – Großleinungen
Von Kalkhütte geht es weiter, auf dem Karstwanderweg durch das Waldgebiet „Alter Stolberg“, nach Uftrungen. Ein Stück des Weges führt entlang am Fluss Thyra. In Uftrungen ist die Heimkehle ein Pflichtbesuch. Diese riesige Karsthöhle mit einer begehbaren Länge von 750 Meter, beherbergt einen riesigen Saal von 65 Meter Durchmesser und 22 Meter Höhe und fasziniert durch ihre glasklaren Höhlengewässer. Unterhalb von Breitungen führt der Weg vorbei an Obermühle und Thyrafuchs nach Questenberg. Der idyllische Ort mit seiner gleichnamigen Burgruine ist bekannt durch sein mythisch-traditionelles Questenfest. Ohne es zu merken ist inzwischen die Grenze nach Sachsen-Anhalt überschritten worden. Weiter führt der Karstwanderweg, der jetzt auch wieder der Kaiserweg ist, nach Hainrode, dessen Ortsbild von liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern mit gepflegten kleinen Bauerngärten, kleinen, schmalen Gassen und lauschigen Winkeln geprägt ist. Von dieser Niederung aus, wird der Ankerberg mit seinen 321 Metern Höhe überquert um den das Etappenziel Großleinungen zu erreichen. Diese Etappe ist mit 26 Kilometern die längste unseres Karstwanderweges.

6. Etappe Großleinungen – Grillenberg
Nach der längsten Etappe folgt – richtig, die kürzeste. Großleinungen liegt bereits mitten im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Unser Karstwanderweg führt uns durch das Naturschutzgebiet Mooskammer, das zwischen Morungen und Lengefeld liegt. Vorbei am Speichersee mit seinem Cafe geht es nach Wettelrode. Dort gibt es nicht nur für Bergbaufans im Bergbaumuseum Röhrigschacht eine Menge zu sehen. Da diese Etappe recht kurz ist, bleibt sicher Zeit dafür. Nun sind es noch etwa 2 km, bis zur Endstation unserer Karstwanderung, dem kleinen am Harzrand gelegenen Grillenberg.

Natürlich kann jede dieser sechs Etappen einzeln und individuell gewandert werden. Es gibt aber auch einen Harzer Reiseanbieter, der ihnen den gesamten Karstwanderweg als Pauschalangebot (Wandern ohne Gepäck) anbietet.
Nähere Informationen dazu unter www.wandern-im-harz.de
oder unter: http://www.karstwanderweg.de

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Copyright der Fotos, Karten und der Texte Bernd Sternal 2010/2011

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