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Kloster Wanderweg zwischen Drübeck und dem Kloster Wendhusen in Thale

Wieder ist ein Jahr vergangen und wieder ist der mittlerweile sehr beliebte Klosterwanderweg um eine Etappe verlängert worden – sieben Klöster liegen nun an einem Weg.

Der Klosterwanderweg verlief bisher zwischen Drübeck, Ilsenburg, Wöltingerode und dem Klostergut Grauhof bei Goslar. Nun ist er in östliche Richtung über Wernigerode, Blankenburg bis nach Thale erweitert worden.
Diese neue Etappe ist mit etwa 34 km sogar 2 km länger wie die beiden alten zusammen. Der neue Abschnitt, der wiederum mit maßgeblicher Unterstützung verschiedener Harzklub-Zweigvereine entstanden ist, führt über das Kloster Himmelpforte und das Kloster Michaelstein zum Kloster Wendhusen.

Von Drübeck führt der Weg durch dichtes Waldgebiet in den uralten Wernigeröder Stadtteil Hasserode. Dort wurde, in einem geschützten Waldtal nordwestlich von Hasserode, von den Herren von Hartesrode im Jahre 1253 das Augustinerkloster Himmelpforten gegründet. Sie wählten diesen Ort, da sich dort bereits zuvor Wilhelmitenbrüder niedergelassen hatten. Die Augustiner betrieben unter anderem Fischzucht und sogar Weinbau. Himmelpforten wurde am 6. August 1517 von Martin Luther besucht, wo er sich mit seinem Ordensbruder und Freund, dem Generalvikar Johann von Staupitz traf, mit dem er dabei auch über den Ablasshandel sprach. An die Zusammenkunft erinnert der 1917 errichtete Luthergedenkstein. Das Ende des Klosters Himmelpforten wurde mit dem Bauernkrieg im Jahre 1525 eingeleitet, als Aufständische das Kloster teilweise zerstörten und die Mönche vertrieben. Die kamen zwar nach dem Ende des Aufstandes ins Kloster zurück, die Gebäude einschließlich der Kirchen wurden noch einige Jahrzehnte genutzt, verfielen aber stetig und wurden bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts fast vollständig abgetragen und als Baumaterial benutzt. Erhalten haben sich bis heute mehrere Forellenteiche des Klosters und Reste einer Grundmauer.

Von Hasserode führt der Weg durch die Altstadt von Wernigerode, der Wanderweg X11 verläuft am Harzrand entlang – vorbei an Benzingerode und Heimburg – nach Blankenburg, direkt bis zum Kloster Michaelstein.

Im Jahr 1139 leitete die Quedlinburger Äbtissin Beatrix II. die Gründung eines Klosters ein, das im Jahre 1146 nach Michaelstein an die heutige Stelle verlegt wurde. Das Zisterzienserkloster gelangte schnell zu Besitz, Wohlstand und Einfluss und erlebte im Spätmittelalter eine länge wirtschaftliche Blütezeit. Auch Michaelstein wurde im Bauernkrieg im Jahre 1525 von Aufständischen verwüstet und nach dem Ende des Aufstandes von den Mönchen weiter genutzt. 1690 wurde Michaelstein endgültig als Kloster aufgegeben und kam in den Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, die den Bau zuerst als Schule und später wirtschaftlich nutzten. Heute hat das Klostergelände für Besucher einiges zu bieten. Die Stiftung Kloster Michaelstein beeindruckt nicht nur durch seinen historischen Baubestand, sie verfügt auch über ein Musikinstrumenten-Museum, eine Musikakademie, ein historisches Kammerorchester und vieles mehr. Auch ein Cafe, ein Hotel und ein Fischrestaurant mit Forellenteichen gehört zum Klosterensemble.

Der Weg führt weiter durch Blankenburg auf der mit X11-gekennzeichneten Route. Unterhalb des Schlosses entlang führt der Weg zur Teufelsmauer und über sie an Timmenrode vorbei nach Thale. Das Ziel dort ist das Kloster Wendhusen.

Das Kloster Wendhusen ist um das Jahr 825 durch Gräfin Gisela, Tochter des ostsächsischen Grafen Hessi (der sich im Sachsenkrieg 775 mit Karl dem Großen geeinigt hatte) als Kanonissenstift gegründet worden. Es erreichte im Verlauf des 9. Jahrhunderts seine größte Bedeutung. In dieser Zeit stand es mit dem Reichsstift Herford in enger Verbindung und verfügte über umfangreichen Grundbesitz. Im 10. Jahrhundert beherrschten die Ottonen das Stift und verbanden es mit dem neu gegründeten Reichsstift Quedlinburg. Der größte Teil des Grundbesitzes wurde darauf durch Otto I. mit dem Bistum Halberstadt zugunsten seiner neuen Residenz in Magdeburg getauscht.

Auch dieses Kloster wurde während des Bauernkrieges 1525 ausgeraubt, zerstört und niedergebrannt. 1540 wurde es säkularisiert, kam an die Regensteiner Grafen und geriet zunehmend in Verfall. Das Kloster wurde dann von verschiedenen adligen Familien als Rittergut genutzt und entsprechend umgebaut, zuletzt bis zum Kriege von der Familie des Freiherrn Axel von dem Busche.

Der Komplex des Klosters wird heute von der Nordharzer Altertumsgesellschaft e.V. betrieben. Die Gesellschaft hat ein Klostermuseum zum Spezialthema "Kanonissenstifte" eingerichtet und ein Zentrum für lebendige Geschichte.

Die gesamte Etappe des Klosterwanderwegs ist abgesehen von der Streckenlänge als leicht anzusehen und auch die Verkehrsanbindungen sind als gut anzusehen.

Kloster-Wanderweg Teil 1 - von Ilsenburg nach Drübeck
Kloster-Wanderweg Teil 2 - von Ilsenburg über Wöltingerode nach Goslar

Weitere Informationen unter: Kloster Drübeck, Kloster Michaelstein, Kloster Wendhusen,
Die Teufelsmauer

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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