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Das Sternhaus bei Gernrode

Die Idee von der Anlegung sternartiger Parkwege stammt aus italienischen Renaissance-Gärten und wurde von Frankreich übernommen. Dort wurde diese Art der Wegeanlegung für die Forsten perfektioniert, um insbesondere Parforcejagden für den Adel zu erleichtern. Diese Entwicklungs-form der Garten- und Forsten-Architektur gelangte auch bald nach Deutschland, wo sie schnell im absolutistischen Staatsgefüge der anhaltischen Fürstentümer Eingang fand.

Zunächst wurde sie in den fürstlichen Gärten und Parks in Dessau und Oranienburg umgesetzt. Jedoch waren die Fürsten von Anhalt auch leidenschaftliche Jäger und betrieben mit Leidenschaft die damals bevorzugte Parforcejagd. Diese Hetzjagd mit einer Hundemeute zu Pferde bedurfte bestimmter Voraussetzungen, insbesondere jedoch lange gerade Wege oder Flure. Nachweislich hat Fürst Victor Friedrich ab 1728 diese Jagd zwischen Ballenstedt, Ramberg, Mägdesprung und Haferfeld betrieben. Daher ließ der Fürst ein sternförmiges Wegenetz anlegen, dessen Zentrum das heutige Sternhaus war. 1744 bestand dann an dieser Wegeschnittstelle bereits ein Wildschuppen.

1771 wird in den Quellen erstmals ein Rundbau erwähnt, der eine Art Jagdhaus darstellte und als ursprüngliches Sternhaus anzusehen ist. Als Erbauer wird Fürst Friedrich Albrecht angesehen, der seine Residenz 1765 von Bernburg nach Ballenstedt verlegte. Unter diesem Fürsten setzte eine umfangreiche Bautätigkeit ein: Das Schloss Ballenstedt wurde erbaut und auch die Oberstadt, die Ballenstedter Allee wurde angelegt.

Zudem ließ der Fürst eine Reihe von Jagdhäusern errichten: auf dem Ziegenberg, dem Röhrkopf, dem Meiseberg, das russische Haus im Selketal, über dem Eulengrund die Klause sowie ein Häuschen in der Heinrichsburg.

Zunächst hatte der Fürst  das alte Zeug- und Jagdhaus am Fuße des Schlosses 1765 von Pelletier zum Großen Gasthof umbauen lassen. Zentrum dieses Objektes war der Rundbau des Redoutensaales, dessen Architektur auf den Sternhausrundbau übertragen wurde. Von dem achteckigen Radialbau führen sternförmig acht Alleen in die umliegenden Forste und auf jede gibt ein Fenster des einstöckige Oktagons Ausblick.

Später kam ein Fachwerkhaus hinzu, dass direkt angebaut wurde und dem Aufseher als Wohnung diente. Leider sind bisher keine Dokumente aufzufinden, die den Baufortschritt dokumentiert. Es kann daher nur auf andere Quellen zurückgegriffen werden, die über das Sternhaus berichten. Nach Blumenhagens Harzbeschreibung war das Sternhaus 1838 noch ein Jagdhof. Wohl um 1850 wurde daraus die Försterei und das Gasthaus.

Heute besteht auch die Försterei nicht mehr, seit dem Ende des 2. Weltkriegs dient das Sternhaus ausschließlich als Waldgasthaus. Das Sternhaus mit seinem Wegenetz stellt ein bedeutendes Denkmal der Jagdgeschichte des anhaltischen Unterharzes dar und ist von landschaftsbestimmender Wirkung.

Erhalten ist die zweigeschossige Fachwerkarchitektur von Mitte/Endes des 19. Jahrhunderts sowie der Wirtschaftsbau, der teilweise aus dem 18. Jahrhundert stammt. Der sternenförmige Saalbau wurde leider 1976 wegen Schwammbefalls abgerissen.
Heute ist das Sternhaus eine Waldgaststätte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Sagen- und Mythenwander- und Radweg 01:
https://www.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/wandern-biken/sagen-mythenwanderweg01.htm

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