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Wildfütterung in Sorge

Den König der Harzer Wälder zu Gesicht zu bekommen ist nicht ganz leicht. Der Rothirsch und seine Damen sind zwar recht zahlreich in unseren Wäldern vertreten, aber sie sind auch recht vorsichtig und menschenscheu.

In dem kleinen Oberharzort Sorge gab es langer Zeit eine gut besuchte Wildfütterung. Doch, ob sie’s glauben oder nicht, auch die Wildfütterung ist in Deutschland gesetzlich geregelt.

So war in Sorge mit dem Ende der DDR auch das Ende der Wildfütterung eingeleitet. Das Fütterungsverbot trat in Kraft. Die Futterkrippe blieb zwar stehen, auch wurde der Platz weiter beleuchtet, aber Futter gab es keins mehr. Was das Wild aber trotzdem nicht davon abhielt, dem altbekannten Standort die treue zu halten. Vielleicht dachten die Hirsche, dass sich die Zeiten auch wieder ändern können. Taten sie auch (nach fast 20 Jahren)! Aber nur weil die Sorger nicht nachgaben, und immer weiter um eine Wiederinbetriebnahme kämpften.

In diesem Winter ist es soweit, die beleuchtete Schaufütterung findet wieder statt. Allerdings ist diese Wildfütterung kein Zoo und auch kein Tiergehege. Deshalb kann man das Wild, wenn es denn da ist, auch nur aus der Ferne beobachten. Mit einem Fernglas ist der Bahnhof Sorge die ideale Stelle, um über die B242 hinweg, auf Beobachtungsposten zu gehen. Diese Wildfütterung findet allerdings nur in der winterlichen Notzeit statt. Und natürlich ist Geduld und auch ein Quäntchen Glück notwendig, den die Harzer Majestäten erscheinen nicht zu festen Fresszeiten.

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Copyright der Fotos Wolfgang Stolze Hohegeiß
Copyright der Texte Bernd Sternal 2010

 
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